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Warschau - Polens Regierungskommission zur Untersuchung des Absturzes der Präsidentenmaschine hat den russischen Fluglotsen die Schuld an dem Unfall gegeben. Trotz des offensichtlich falschen Kurses der Maschine hätten die Lotsen die Piloten nicht zu einer Korrektur aufgefordert.
Dies sagte der Vizevorsitzende der Kommission, Oberst Miroslaw Grochowski, am Dienstag in Warschau. Das Flugzeug habe sich wenige Minuten vor dem Unglück "130 Meter zu hoch und 80 Meter abseits der Landebahn" des Flughafens von Smolensk befunden, sagte Grochowski. Die russischen Fluglotsen hätten aber erklärt, die Maschine befinde sich auf der "richtigen Position".
Die Lotsen hätten "viele Fehler" gemacht und "die Besatzung des Flugzeugs unter den extrem schwierigen Bedingungen" nicht ausreichend unterstützt. Es sei "schwer hinzunehmen", dass die russische Untersuchungskommission diese Fakten nicht in ihren am vergangenen Mittwoch in Moskau vorgestellten Bericht über den Unfall aufgenommen habe.
Druck auf CrewDie russischen Ermittler waren zum Schluss gekommen, dass ranghohe polnische Fluggäste, darunter auch der angetrunkene Luftwaffenchef Andrzej Blasik, im Cockpit Druck auf die unzureichend ausgebildete Crew ausgeübt habe. Diese setzte daraufhin bei schlechten Sichtverhältnissen zur Landung an.
Russland kündigte auf die polnische Kritik hin an, sowohl die Aufzeichnungen der Gespräche im Cockpit als auch den Funkverkehr zwischen den Piloten und den Fluglotsen herauszugeben.
Bei dem Absturz waren im April Polens Präsident Lech Kaczynski und alle 95 weiteren Insassen ums Leben gekommen. Kaczynskis Delegation war auf dem Weg ins russische Katyn, um der Opfer des Massakers an rund 22'000 Polen während des Zweiten Weltkriegs zu gedenken.

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SDA-ATS