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Gut einen Monat vor einem grossen internationalen Gipfeltreffen in Myanmar hat die Regierung mehr als 3000 Gefangene freigelassen. Darunter sind nach Angaben von Menschenrechtlern auch politische Gefangene.

Das Informationsministerium verkündete die Amnestie "aus humanitären Gründen" am Dienstag auf seiner Webseite. Solche Gesten vor wichtigen internationalen Besuchen, die ein Schlaglicht auf den Gastgeber werfen, sind in Südostasien üblich.

Die nach fast 50 Jahren Militärdiktatur 2010 gewählte und vom Militär unterstützte Regierung will damit ihren Reformwillen demonstrieren.

Unter den Freigelassenen sollen neben Kleinkriminellen auch Geheimdienstangehörige sein, die 2004 bei Säuberungen nach der Absetzung eines reformorientierten Regierungschefs verhaftet worden waren. Nach Angaben des Verbandes politischer Gefangener (AAPP) werden in Myanmar bis heute Menschen wegen politischer Aktivitäten verhaftet.

Myanmar (früher: Burma) hat 2014 erstmals den Vorsitz der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (ASEAN). Zum Gipfel der zehn Staats- und Regierungschefs werden am 12. und 13 November unter anderem auch US-Präsident Barack Obama, der chinesische Präsident Xi Jinping, sowie die Regierungsspitzen aus Japan und Indien erwartet.

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SDA-ATS