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Im Norden Guatemalas haben mutmassliche Drogenbanden ein Massaker verübt und mindestens 28 Menschen getötet. Die meisten der Opfer wurden enthauptet, wie die Polizei am Sonntag (Ortszeit) mitteilte. Ein Mensch soll das Massaker überlebt haben.

Unter den Opfern waren zwei Frauen. Die Leichen wurden nach Angaben von Polizeisprecher Donald González am Sonntag auf einem Landgut im Gebiet der Gemeinde La Libertad im nördlichen Urwalddepartment Petén entdeckt. Es werde aber untersucht, ob sich die Mordtat schon am Samstag ereignete.

Die Polizei schliesst nicht aus, dass die berüchtigte mexikanische Bande Los Zetas dahinter steckt, die auch in Guatemala aktiv ist. Nach einer anderen Hypothese könnte es sich um einen Racheakt für den tödlichen Anschlag auf den guatemaltekischen Drogenboss Haraldo León Lara handeln. Unbekannte hatten ihn am Samstag in der Stadt San José in Petén überfallen und erschossen.

Guatemala verzeichnet mit die höchsten Mordraten unter allen lateinamerikanischen Staaten. Im benachbarten Mexiko liefern sich rivalisierende Drogenbanden seit Jahren einen gnadenlosen Krieg um die Profite aus dem Rauschgiftschmuggel.

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SDA-ATS