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Fast zehn Jahre lang ist in Deutschland erfolglos nach dem Mörder des neunjährigen Dennis gesucht worden. Die Erinnerung eines Zeugen brachte eine neue Spur. Und nun gestand ein 40-Jähriger in Hamburg die Tötung von Dennis und zwei weiteren Knaben.

Der Serientäter habe auch den Missbrauch mehrerer Kinder zugegeben, teilten Ermittler am Freitag im niedersächsischen Verden vor den Medien mit. Der Mann sei Lehramtsstudent gewesen und dann Pädagoge, sagte der Profiler Alexander Horn. Er sei bereits polizeilich als Sexualtäter in Erscheinung getreten. Der gebürtige Bremer lebte seit zehn Jahren in Hamburg.

Der Mann sei ledig und deshalb wenig sozialer Kontrolle unterworfen gewesen, hiess es weiter. Er sei in der Jugendbetreuung aktiv gewesen, zuletzt dann in der Erwachsenenbildung.

Nett und hilfsbereit

Menschen aus seinem Umkreis beschrieben den 40-Jährigen als sozial unauffällig, hilfsbereit, nett, akkurat und intelligent. Damit entspricht er dem Täterprofil, das die Ermittler entworfen hatten.

Das Amtsgericht Stade habe am Donnerstag Haftbefehl wegen dreifachen Mordes erlassen, hiess es. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Festgenommenen den Mord an dem neunjährigen Dennis sowie an einem Achtjährigen und einem 13-Jährigen vor. Die letzten zwei Fälle gehen zurück auf die Jahre 1995 und 1992.

Zudem soll er versucht haben, einen Achtjährigen aus demselben Schullandheim wie Denis zu entführen. Die Ermittler prüfen nun, ob dem 40-Jährigen über das Geständnis hinausgehende Taten anzulasten sind.

Polizei überprüfte ihn

Der aus dem niedersächsischen Osterholz-Scharmbeck stammende Dennis war im September 2001 nachts aus einem Schullandheim bei Wulsbüttel verschwunden. Zwei Wochen später wurde er tot aufgefunden.

Die Sonderkommission (SOKO) "Dennis" ging seit längerem vom einem Serientäter aus. Im Februar waren die Ermittler mit neuen Hinweisen an die Öffentlichkeit getreten. Dabei ging es um das mögliche Auto des Täters sowie Einzelheiten zu seinem persönlichen Profil.

Der entscheidende Hinweis für die Festnahme des 40-Jährigen kam dann von einem früheren Missbrauchsopfer des Mannes. Der mutmassliche Täter war bereits 2007 von der SOKO "Dennis" überprüft worden. Ein Verdacht erhärtete sich laut Polizei damals nicht, weil der Mann teils ausweichend geantwortet und falsche Angaben gemacht habe.

Die neuen Hinweise kamen von einem Zeugen aus Nordrhein-Westfalen. Dieser war gemäss den Fahndern erst jetzt durch die Wiederholung einer Fernsehdokumentation auf den Fall aufmerksam geworden. Dabei erinnerte er sich sofort an seine damalige Beobachtung.

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SDA-ATS