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Polizei im Jemen schiesst erneut auf Demonstranten

Von neuer Gewalt überschattet haben im Jemen tausende Menschen am Samstag gegen das brutale Vorgehen der Sicherheitskräfte am Vortag protestiert.

Die Polizei habe erneut auf die Demonstranten in Taes geschossen, die sich auf dem Freiheitsplatz der Stadt im Süden des Landes versammelt hatten, berichteten Augenzeugen. Auf dem Platz waren am Freitag vier Demonstranten getötet und 116 durch Schüsse verletzt worden.

Die Menge forderte am Samstag, die Verantwortlichen des "Blutbads" vor Gericht zu bringen, und verlangten den Sturz von Präsident Ali Abdallah Saleh. Saleh, der seit 32 Jahren im Jemen regiert, hatte am Freitag vor tausenden Anhängern in Sanaa verkündet, er lehne ein Vermittlungsangebot des Golf-Kooperationsrates ab.

Die Golfstaaten hatten am Donnerstag einen Vorschlag für ein Abkommen unterbreitet, welches Salehs Rücktritt und die Einsetzung einer Übergangsregierung unter Führung der Opposition vorsieht. Bei den Protesten im Jemen kamen bislang nach Angaben von Ärzten und Augenzeugen mehr als 120 Menschen ums Leben.

Unterdessen beschossen Einheiten der Armee ein mutmassliches Al-Kaida-Versteck in der Ortschaft Dschoar in der Provinz Abjan mit Panzern und Artillerie. Die Einwohner des Ortes seien aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen, sagte ein Militärvertreter.

US-Verteidigungsminister Robert Gates hatte sich am Donnerstag "beunruhigt" gezeigt über nachlassende Anstrengungen beim Kampf gegen das Terrornetzwerk in den von Volksaufständen betroffenen arabischen Staaten.

Unterdessen wachsen die Spannungen zwischen Jemen und Katar. Der Golfstaat ist Mitglied des Golfkooperationsrats, der angeregt hat, dass Saleh im Gegenzug für strafrechtliche Immunität die Macht an seinen Vize übergibt. Jemen rief daraufhin seinen Botschafter aus Katar zurück.

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