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Nach seinem überraschenden Freispruch durch den Internationalen Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag ist der frühere kongolesische Warlord Jean-Pierre Bemba in seine Heimat zurückgekehrt. (Archiv)

KEYSTONE/AP ANP/JERRY LAMPEN

(sda-ats)

Zehntausende Demonstranten haben am Mittwoch die Rückkehr des früheren kongolesischen Warlords Jean-Pierre Bemba in seine Heimat begrüsst. Die Polizei setzte dabei am Flughafen der Hauptstadt Kinshasa Tränengas gegen demonstrierende Anhänger ein.

Dort war Bemba zuvor nach elf Jahren im Ausland mit einem Privatjet gelandet. Die Sicherheitskräfte feuerten zwölf Mal auf die Anhänger des ehemaligen Milizenführers, der Ende des Jahres als Kandidat an den Präsidentschaftswahlen in dem zentralafrikanischen Land teilnehmen will.

Die Versammlung seiner Unterstützer war die grösste politische Demonstration in Kinshasa seit zwei Jahren. Die Menschenansammlung wurde von starken Polizeikräften begleitet.

Kongos ehemaliger Vizepräsident war 2008 festgenommen und 2016 vom Internationalen Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag wegen Kriegsverbrechen zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ihm waren Kriegsverbrechen in der benachbarten Zentralafrikanischen Republik angelastet worden.

Aufgrund schwerer Verfahrensfehler hob das Gericht die langjährige Haftstrafe Anfang Juni in einem Berufungsverfahren aber überraschend auf und liess ihn wieder frei.

Mitte Juli nominierte ihn daraufhin ein Parteitag der Bewegung für die Befreiung Kongos (MLC) in Abwesenheit als ihren Kandidaten für die Präsidentschaftswahl. Am Mittwoch kehrte Bemba nun in sein Heimatland zurück. Am Donnerstag wollte der 55-Jährige seine Kandidatur dann auch offiziell bei den Behörden einreichen.

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