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Dhaka - In Bangladesch ist die Polizei am Sonntag erneut gewaltsam gegen Textilarbeiter vorgegangen, die für höhere Löhne streiken. Die Beamten setzten Schlagstöcke, Gummigeschosse und Tränengas gegen die Demonstranten ein.
Nach Berichten von Augenzeugen wurden etwa 80 Menschen verletzt. Die Polizei warf den Streikenden Angriffe auf die Sicherheitskräfte und Plünderungen vor.
Ministerpräsidentin Sheikh Hasina appellierte am Samstag an die Arbeiter von Aktionen abzusehen, die das 16 Milliarden Dollar schwere Exportgeschäft des armen südasiatischen Landes gefährden könnten. Bereits am Freitag war es zu Ausschreitungen gekommen.
Die Streikenden arbeiten bei Zulieferern für internationale Modeketten wie H&M, Wal-Mart, Carrefour und Zara. Die Arbeiter lehnen die Entscheidung der Regierung ab, ihre Löhne auf 3000 Taka zu erhöhen. Das sind knapp 44 Franken. Die Arbeiter verlangen umgerechnet 73 Franken.
Die Textilbranche ist nach der Landwirtschaft der grösste Arbeitgeber in Bangladesch. Sie beschäftigt 3,5 Millionen Menschen, die Mehrheit von ihnen sind Frauen.

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SDA-ATS