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Warschau - Nach wochenlangen Auseinandersetzungen um das Gedenkkreuz für den verstorbenen polnischen Präsidenten Lech Kaczynski hat dessen Nachfolger jetzt ein Machtwort gesprochen. Auf Anweisung von Präsident Bronislaw Komorowski wurde das Kreuz in die Kapelle des Präsidentenpalastes verlegt.
Die Auseinandersetzung um das Kreuz vor der Residenz des Staatsoberhaupts im Zentrum der polnischen Hauptstadt habe "gegen die Autorität des Staates und der Kirche verstossen", erklärte der Leiter der Präsidialkanzlei, Jacek Michalowski, am Donnerstag in Warschau.
Polens Regierungschef Donald Tusk lobte die Aktion als "gute und erwartete Entscheidung". Auch die katholische Kirche signalisierte Zustimmung.
Mehrere Dutzend Menschen demonstrierten allerdings gegen die Entfernung des Kreuzes. Sie hatten Anfang August den ersten Versuch einer Räumung durch die Ordnungskräfte vereitelt und bewachten seitdem das Kreuz Tag und Nacht. Die Behörden mussten Sperren errichten, um sie vom Gelände der Residenz fernzuhalten.
Die meist älteren erzkatholischen "Kreuz-Verteidiger" forderten die Errichtung eines Denkmals für Kaczynski an dieser Stelle. Erst dann wollen sie ihren Protest beenden.
Lech Kaczynski, seine Ehefrau Maria und 94 weitere prominente Politiker, Militärs und Geistliche waren am 10. April beim Absturz ihres Flugzeugs in Russland ums Leben gekommen. Kurz darauf stellten Pfadfinder das hölzerne Kreuz als Zeichen der Trauer vor dem Präsidentenpalast in Warschau auf.
Gegner des Kreuzes argumentierten, dass das kirchliches Symbol in eine Kirche und nicht vor den Präsidentenpalast eines laizistischen Staates gehöre. Der Zwillingsbruder des Toten, Jaroslaw Kaczynski, und seine Anhänger nutzten den Ort zudem für Demonstrationen gegen das Anfang Juli gewählte liberal-konservative Staatsoberhaupt Komorowski.

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SDA-ATS