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Nach dem Militärputsch in Guinea-Bissau hat Portugal militärische Aufklärer in Richtung des westafrikanischen Landes geschickt. Es handle sich um eine Fregatte und ein Überwachungsflugzeug des Typs P-3 Orion, berichtete die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa am Sonntag.

Die neuen Machthaber in der ehemaligen portugiesischen Kolonie suchten am Sonntag nach einem Ausweg aus der Isolation. Örtliche Journalisten berichteten der Nachrichtenagentur dpa, die Streitkräfte hätten Vertreter der Parteien zusammengerufen, um über gewaltfreie Wege aus der Krise zu beraten.

Die Putschisten wollen eine Regierung der nationalen Einheit, in der sie das Verteidigungsministerium beherrschen.

Der gestürzte Interimspräsident Raimundo Pereira und Ministerpräsident Carlos Domingos Gomes Junior werden angeblich in einer Kaserne ausserhalb der Hauptstadt gefangen gehalten. Der UNO-Sicherheitsrat hat ihre Freilassung verlangt. Ein Sprecher der Streitkräfte erklärte, beiden gehe es gut.

Gomes war Favorit bei der für den 29. April geplanten zweiten Runde der Präsidentenwahl, die nach dem Tode des Präsidenten Malam Bacai Sanha nötig wurde. Sein Rivale Kumba Yala soll enge Beziehungen zum Militär unterhalten.

Private Radiosender sind seit Samstag geschlossen. Augenzeugen erklärten aber, die Lage habe sich beruhigt und die Märkte hätten wieder geöffnet.

Die Putschisten rechtfertigten ihren Staatsstreich mit angeblichen Plänen der Regierung, die Streitkräfte mit Militärhilfe Angolas zu zerstören. Angola, ebenfalls eine ehemalige portugiesische Kolonie, hat 200 Soldaten in Guinea-Bissau stehen.

SDA-ATS