Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Der erste Besuch eines IKRK-Präsidenten in Burma hat zur Wiederaufnahme von Gefangenenbesuchen geführt. IKRK-Präsident Peter Maurer zog zum Abschluss der einwöchigen Visite insgesamt eine sehr positive Bilanz.

Die Vorschläge des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) seien gut aufgenommen worden, wurde Maurer am Sonntag in einem Communiqué zitiert. "Wir sind aber erst ganz am Anfang einer neuen Beziehung", sagte Maurer zum Abschluss des Besuchs am Samstag. Der Dialog mit den Behörden müsse fortgesetzt werden.

Maurer hatte im Verlaufe der Woche mit allen politischen Akteuren Gespräche geführt, von Präsident Thein Sein und Regierungmitgliedern über die Parlamentspräsidenten bis hin zu Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi.

Präsident Thein Sein habe zugesagt, mit dem IKRK zusammenzuarbeiten. Nächste Woche könne die humanitäre Organisation die Gefangenenbesuche wieder aufnehmen. Dies zeige, dass es dem Präsidenten ernst sei, sagte Maurer.

Die Behandlung der Gefangenen und die Haftbedingungen müssten verbessert werden. Dasselbe gelte für die medizinische Versorgung der Konfliktopfer in den burmesischen Gliedstaaten Kachin und Rakhine.

Augenschein in Rakhine

Der IKRK-Präsident machte sich selber ein Bild über die Situation im am Golf von Bengalen gelegenen Gliedstaat Rakhine. Die humanitäre Lage dort sei sehr beunruhigend, sagte Maurer. Das IKRK möchte deshalb in Rakhine seine Tätigkeit ausweiten, damit die Bevölkerung einen leichteren Zugang zur medizinischen Grundversorgung habe.

In dem Bundesstaat führte Maurer Gespräche mit den Behörden sowie Anführern der Buddhisten und Muslime. Ferner besuchte er Flüchtlingslager. Das IKRK helfe den Vertriebenen in enger Zusammenarbeit mit dem burmesischen Roten Kreuz. Diese Arbeit solle ausgeweitet werden.

In Rakhine leidet die muslimische Minderheit der Rohingya stark unter der Verfolgung durch Buddhisten. Über 110'000 Menschen wurden bisher vertrieben, die meisten davon Rohingyas. Sie sind staatenlos und ihre Rechte sind erheblich eingeschränkt. Der Westen fordert von der reformwilligen burmesischen Staatsführung immer wieder, sich verstärkt für verfolgte Minderheiten in dem südostasiatischen Land einzusetzen.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS