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Susanne Ruoff bleibt an der Spitze der Post. Der Verwaltungsrat hat ihr das Vertrauen ausgesprochen. (Archiv)

Keystone/PETER SCHNEIDER

(sda-ats)

Nach dem Bekanntwerden der Buchhaltungstricks bei Postauto bleibt Post-Chefin Susanne Ruoff an der Spitze des Konzerns. Der Verwaltungsrat sprach ihr in an seiner Sitzung vom Mittwoch sein Vertrauen aus.

Die laut einem Communiqué der Post "illegale Buchungspraxis" bei PostAuto will der Post-Verwaltungsrat von einer eigens geschaffenen, unabhängigen Expertengruppe aufklären lassen. Die Gruppe sei direkt Verwaltungsratspräsident Urs Schwaller unterstellt, teilte die Post am Donnerstag mit. Erste "klare Aufschlüsse" würden im Mai erwartet.

Dieses Vorgehen soll sicherstellen, dass die Untersuchung unabhängig und "in der nötigen Tiefe" geführt werde, schrieb die Post. Ruoff werde sich wie angekündigt auf die operativen Belange konzentrieren, während für die Untersuchung der Buchhaltungsaffäre der Verwaltungsrat zuständig sei.

"Dieses Vorgehen ist uns sehr wichtig, um damit auch die Verantwortlichkeiten auf Stufe Konzernleitung und Verwaltungsrat überprüfen zu können", liess sich Schwaller im Communiqué zitieren. Die Angelegenheit sei komplex und Vorverurteilungen von Personen daher fehl am Platz.

Variable Lohnanteile aufgeschoben

Weiter gab die Post am Donnerstag bekannt, dass für die Geschäftsleitungsmitglieder von PostAuto die variablen Lohnanteile für 2017 aufgeschoben würden. Aufgeschoben wird auch die Ausrichtung des variablen Lohnanteils von Post-Chefin Ruoff - auf deren eigenen Entscheid hin, wie es in der Mitteilung hiess.

Die vorübergehende Führung von PostAuto um Thomas Baur wird mit weiteren Personen ergänzt und die Geschäftsleitung von PostAuto diesem ad-interim-Führungsteam unterstellt. Überprüft und falls nötig angepasst werden zudem Investitionsvorhaben von PostAuto sowie die Governance der Sparte.

Anfang Februar war bekannt geworden, dass die PostAuto AG jahrelang im subventionierten Geschäftsbereich Gewinn erzielt und zu hohe Subventionen von Bund und Kantonen bezogen hatte. Letztere verlangen deshalb 78,3 Millionen Franken von der Post zurück. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat wegen der Buchhaltungs-Affäre inzwischen auch Strafanzeige eingereicht.

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SDA-ATS