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Das Poststellennetz der Zukunft: Der "My Post Automat". Laut Angaben der Post könnten rund 1200 Mitarbeitende vom Umbau des Poststellennetzes betroffen sein. Freundlich grüssen kann die Maschine nicht.(Archiv)

KEYSTONE/LUKAS LEHMANN

(sda-ats)

Zwei Drittel der Poststellen-Angestellten wehren sich gegen die geplante Schliessung der Poststellen. Sie haben eine Petition unterschrieben, die von der Post einen Marschhalt fordert. Die Post will bis 2020 von den 1300 Poststellen bis zu 600 schliessen.

2817 Poststellen-Angestellte hätten die Petition unterschrieben, teilte die Gewerkschaft Syndicom am Mittwoch mit. Die Belegschaft verlange in der Petition "statt eines ständigen Abbaus einen Dialog über die Weiterentwicklung des Bereichs Poststellen und Verkauf".

"Die Post macht ihre Aushängeschilder systematisch mit buchhalterischen Tricks schlecht. Es ist ein Affront, dass die Post versucht, den Service public in Agenturen und damit in Niedriglohnbereiche auszulagern", wurde Carlo Mächler, Poststellenleiter und Präsident der bei Syndicom organisierten Belegschaft von Poststellen und Verkauf, in der Mitteilung zitiert.

Widerstand auf breiter Front

Inzwischen kommt auf breiter Front Widerstand gegen die Pläne der Post auf. Auch die betroffene Bevölkerung wehrt sich gegen die Schliessung der Poststellen. Mit der Bevölkerung wehren sich Gewerkschaften oder linke Parteien mittels Eingaben und Petitionen. In Luzern beispielsweise unterstützen auch Unternehmen den Widerstand gegen die Schliessung von Poststellen.

In den Parlamenten von Gemeinden, Städten und Kantonen wurden diverse Vorstösse gemacht. Widerstand kommt aber auch von den Behörden selbst: Betroffene Gemeinden machen Druck auf die Kantonsregierungen; einzelne Kantone wiederum haben bereits versucht, Druck auf den Bund auszuüben, damit dieser die Post dazu bringt, ihre Pläne zu überdenken.

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SDA-ATS