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Tunis - Nach 23 Jahren an der Macht hat Tunesiens Staatspräsident Zine al-Abidine Ben Ali am Freitag sein Land verlassen, mit vorerst nicht bekanntem Ziel. Die genauen Umstände seiner Ausreise auf dem Luftweg waren am späten Abend nicht bekannt.
Nach Angaben von Regierungskreisen verliess Staatschef Ben Ali das Land. Übergangspräsident wurde Ben Alis langjähriger Regierungschef Mohammed Ghannouchi. Der 69-jährige Ghannouchi kündigte im Staatsfernsehen an, er werde Ben Ali übergangsweise an der Staatsspitze ablösen.
Aufruf zur EinheitBen Ali sei "vorübergehend nicht in der Lage, seine Aufgaben wahrzunehmen", sagte der Übergangspräsident. Er versprach, die Verfassung einzuhalten und Reformen einzuleiten. In sechs Monaten werde ein neues Parlament gewählt.
Ghannouchi rief die Tunesier zur Einheit auf. Die Erklärung verlas er im Beisein der Präsidenten der beiden Parlamentskammern, Fouad Mebazaa und Abdallah Kallal. Weitere Details nannte er nicht.
Reiseziel nicht bekanntWohin Ben Ali sich absetzte, war am Freitag unklar. Nach Angaben aus La Valetta (Malta) überflog sein Flugzeug gegen 20 Uhr den Luftraum der Insel in Richtung Norden. Der Pilot habe mit dem Kontrollturm am Flughafen von Malta Kontakt aufgenommen, "aber nur um den Luftraum zu überfliegen", sagte ein Sprecher des Aussenministeriums.
Als eventuelles Ziel der Reise war in Gerüchten zunächst Frankreich genannt worden. Nach Angaben des Aussenministeriums erhielt das Land aber bis am späten Abend kein Asylgesuch von Ben Ali. Gehe ein Gesuch ein, werde es "in Übereinstimmung" mit den tunesischen Behörden geprüft, hiess es.
Wochenlang hatte die tunesische Bevölkerung gegen Arbeitslosigkeit, Korruption und politische Unterdrückung protestiert. Im Lauf des Freitags überschlugen sich dann die Ereignisse.
Tausende Menschen gingen erneut auf die Strasse. In der Hauptstadt Tunis gab es gewalttätige Zusammenstösse zwischen Demonstranten und Polizeieinheiten.

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SDA-ATS