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Präsident Karsai tritt in Stichwahl gegen Herausforderer an

Dieser Inhalt wurde am 20. Oktober 2009 - 11:01 publiziert
(Keystone-SDA)

Kabul - Im Streit um eine mögliche Stichwahl in Afghanistan will Präsident Hamid Karsai auf das amtliche Endergebnis der Unabhängigen Wahlkommission (IEC) warten. Der Präsident werde das offizielle Ergebnis der Wahl akzeptieren, sagte sein Sprecher.
Dieses zu verkünden, sei allerdings Aufgabe der Wahlkommission, sagte Sprecher Waheed Omar im afghanischen Fernsehen. Es sei "voreilig" zu sagen, dass der Gewinner der Wahl nach dem Bericht der afghanischen Wahlbeschwerdekommission (ECC) feststehe.
Die Wahlkommission wollte das Endergebnis am Nachmittag veröffentlichen. Auch Karsai wollte sich noch heute Dienstag dazu äussern. Der Präsidentschaftspalast kündigte eine Pressekonferenz in Kabul an.
Die von der UNO unterstützte Wahlbeschwerdekommission ECC hatte am Montag die Auszählungsergebnisse in 210 Wahllokalen für ungültig erklärt. Wie US-Wahlbeobachter mitteilten, könnte Karsai nach dem Abzug gefälschter Stimmen auf nur noch 48 Prozent kommen und damit die absolute Mehrheit verfehlen.
Die Wahkommission dagegen gilt als Karsai-freundlich, ist aber per Verfassung an die Entscheidungen der ECC gebunden. Nach dem Urnengang im August stritten sich beide Kommissionen immer wieder über die Kompetenzen bei der Untersuchung der Betrugsvorwürfe.

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