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Die steigende Inflation in der Euro-Zone setzt die Europäische Zentralbank (EZB) unter Zugzwang. Höhere Energiepreise trieben die Teuerungsrate im Februar auf 2,4 Prozent - den höchsten Stand seit knapp zweieinhalb Jahren.

Die EZB sieht stabile Preise mittelfristig aber nur bei Werten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet. Nach Prognose der EU-Kommission vom Dienstag dürfte diese Schwelle auch im Jahresschnitt mit 2,2 Prozent übertroffen werden. Damit wächst der Druck auf die EZB, die Zinsen anzuheben.

"Die Inflationsrisiken nehmen zu", sagte Commerzbank-Analyst Christoph Weil. Die EZB habe Angst vor einer Lohn-Preis-Spirale, bei der Arbeitnehmer als Ausgleich für Kaufkraftverluste deutliche Lohnerhöhungen durchsetzen und die Unternehmen diese Mehrkosten auf die Konsumenten abwälzen.

Die meisten Experten erwarten deshalb in der zweiten Jahreshälfte eine erste Zinserhöhung, die Kredite für Konsumenten und Unternehmen teurer macht und damit die Inflation dämpfen kann.

Industrie klagt über Kostenexplosion

Wie stark der Preisdruck inzwischen ist, belegt eine Umfrage des Markit-Instituts unter 3000 Industrieunternehmen in den Euro-Ländern.

Ihre Kosten stiegen in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, die Niederlande und Österreich in Rekordtempo. Hauptgrund: Chemikalien, Energie, Nahrungsmitteln, Öl, Metalle und Textilien haben sich massiv verteuert.

Die Firmen hoben deshalb auch ihre Verkaufspreise so stark an wie noch nie seit Umfragebeginn 1996. "Damit gerät die EZB immer stärker unter Zugzwang, die Zinsen anzuheben", sagte Markit-Chefökonom Chris Williamson.

Eine rasche Zinserhöhung wird aber nicht erwartet, auch weil übermässige Lohnsteigerungen wegen der hohen Arbeitslosigkeit in vielen Euro-Ländern derzeit nicht in Sicht sind. Die nächste Ratssitzung der EZB findet am kommenden Donnerstag statt.

Seit knapp zwei Jahren hält die EZB ihren Leitzins auf dem Rekordtief von einem Prozent. Er gibt vor, zu welchem Preis sich Geschäftsbanken bei der EZB mit Geld eindecken können.

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SDA-ATS