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Generika sind in der Schweiz nach wie vor so teuer wie nirgends sonst in Europa. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Preisüberwachers. Aus seiner Sicht kann nur ein neues Festbetragssystem Abhilfe schaffen. Der Bund sei aber auf dem richtigen Weg.

Untersucht hat der Preisüberwacher die Schweizer Preise von 20 umsatzstarken Wirkstoffe einer international tätigen Generikafirma. In den 15 Vergleichsländern kosten diese Medikamente im Schnitt 41 Prozent des Schweizer Preises, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. In Norwegen, dem teuersten Vergleichsland, sind die Generika ein Drittel günstiger.

Es gehe nicht darum, die Preispolitik einer einzelnen Firma zu kritisieren, sondern die Fehler des Schweizer Preisregulierungssystems zu korrigieren, schreibt der Preisüberwacher.

Anders als bei Originalmedikamenten werden die Generikapreise nicht mittels Auslandpreisvergleich festgesetzt, sondern sind abhängig vom Umsatz des wirkstoffgleichen Originals. Diese Regel behindert nach Ansicht des Preisüberwachers aber den Preiswettbewerb, da sie als implizite Preisempfehlung betrachtet werden könne.

Erfreut zeigt sich der Preisüberwacher über die Ankündigung des Bundesrates, für Generika ein Referenzpreissystem einzuführen. Dieses System biete Anreize für Hersteller von Generika ihre Preise zu reduzieren.

Nach Ansicht des Bundesrates soll für einen bestimmten Wirkstoff künftig ein maximaler Preis festgelegt werden. Das Innendepartement von Bundesrat Alain Berset soll bis Ende Jahr eine Vorlage ausarbeiten.

Der Bundesrat hatte bereits im April das System zur Preisfestsetzung für kassenpflichtige Medikamente geändert. Neu hat der Vergleich mit den Preisen im Ausland mehr Gewicht als der Vergleich mit ähnlichen Arzneimitteln.

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SDA-ATS