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Zürich - Der diesjährige Prix Courage geht an den 24-jährigen Basler Marc Hofmann, der unter Autismus leidet. Im vergangenen November hatte er ein Paar vor einer Schlägerbande gerettet und wurde dabei selber spitalreif geprügelt, wie der "Beobachter" mitteilte.
Der Jurypreis ist mit 25'000 Franken dotiert. Der Prix Courage wird seit 1997 verliehen und zeichnet "Helden des Alltags" aus, die bei Fehlverhalten und Übergriffen beherzt eingreifen und dabei eigene Nachteile in Kauf nehmen oder sich selbstlos für eine solidarische Schweiz einsetzen.
Den mit 10'000 Franken dotierten Publikumspreis erhielten die Zürcher Whistleblowerinnen Margrit Zopfi und Esther Wyler. Zopfi (60) und Wyler (51) hatten vor drei Jahren Unregelmässigkeiten in der Zürcher Sozialhilfe publik gemacht und damit eine heftige Debatte über Sozialhilfe-Missbräuche ausgelöst.
Die beiden Angestellten des Sozialamtes wurden an ihren Arbeitsplätzen verhaftet, fristlos entlassen und wegen Amtsmissbrauches angeklagt. Das Bezirksgericht Zürich sprach sie im Herbst 2009 zwar frei, die Stadt zog den Fall aber ans Obergericht weiter, wo er heute noch hängig ist.
Eine Mehrheit der Leserinnen und Leser der Zeitschrift "Beobachter" hat sich bei der Wahl der Preisträger 2010 für die beiden Whistleblowerinnen entschieden, wie der "Beobachter" am Freitag mitteilte.

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SDA-ATS