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Produzenten-IG äussert Kritik an Kulturminister Burkhalter

Die Interessengemeinschaft unabhängige Filmproduzenten kann mit der sanften Kurskorrektur, die Kulturminister Didier Burkhalter in der Filmpolitik vorgenommen hat, wenig anfangen. Von einer "Phase der Restauration" war am Donnerstag vor den Medien in Bern die Rede.

Um den aus Sicht der IG bedenklichen Trend in der Schweizer Filmlandschaft zu brechen, sei ein "Paradigmenwechsel" nötig, erklärte der Branchenverband. Dessen Leitungsausschuss präsentierte ein Konzept für die Filmförderung in den kommenden Jahren, das den Erfolg bei der Verteilung der Mittel stärker berücksichtigen soll.

Der Anteil der erfolgsgebundenen Fördergelder würde demnach von 10 auf 40 Prozent erhöht. Das Milizsystem, bei dem Branchenvertreter in Expertenkommissionen über die Vergabe eines Teils der Gelder entscheiden, soll nach den Vorstellungen der IG abgeschafft werden.

Das Bundesamt für Kultur (BAK) arbeitet derzeit am neuen Konzept für die Filmförderung in den Jahren 2012 bis 2015. Mitte Juli würden Branchenvertreter über die Absichten des BAK informiert, war am Donnerstag zu erfahren.

Bundesrat Burkhalter versucht seit seinem Amtsantritt 2009, die erhitzten Gemüter in der Filmbranche abzukühlen. Unter anderem setzte er einen Streitschlichter ein. Zum Nachfolger des umstrittenen BAK-Filmchefs Nicolas Bideau bestimmte er Ivo Kummer, den bisherigen Direktor der Solothurner Filmtage.

Produzent Christian Davi vom IG-Leitungsausschuss kann den bundesrätlichen Bemühungen im Gegensatz zu den drei andern Schweizer Produzentenverbänden nicht viel abgewinnen. "Es geht nicht darum, Zufriedenheit in der Branche herzustellen, sondern die Bedingungen für gute Filme zu schaffen", betonte Davi.

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