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Im arabischen Königreich Bahrain dauern die Demonstrationen gegen die Regierung und das Herrscherhaus an. Am Mittwoch, dem vierten Tag der Proteste, entspannte sich die Lage allerdings leicht.

Nach Angaben von Augenzeugen trugen Tausende Menschen in einem schiitischen Vorort der Hauptstadt Manama einen der zwei Demonstranten zu Grabe, die bei den Zusammenstössen mit der Polizei in den vergangenen Tagen getötet worden waren.

Einige wenige Trauergäste riefen während der Beerdigung zum "Sturz des Regimes" in Bahrain auf. Sie forderten den Rücktritt von Ministerpräsident Scheich Chalifa bin Salman al-Chalifa, der das Land seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1971 regiert.

Die meisten Oppositionellen, die sich auch schon an den Tagen zuvor an den Protesten beteiligt hatten, erklärten jedoch, sie forderten lediglich Reformen. Die Polizei hielt sich mit einem Grossaufgebot im Hintergrund und griff zunächst nicht ein.

Boykott im Parlament

König Hamad bin Issa al-Chalifa setzt im Umgang mit den Demonstranten bislang sowohl auf Dialog als auch auf die Polizei. Am Dienstag hatten Abgeordnete der schiitischen Wifak-Gesellschaft erklärt, sie wollten aus Protest gegen die gewalttätigen Polizeieinsätze der vergangenen Tage ihre Mitarbeit im Parlament aussetzen.

Daraufhin setzte der König eine Untersuchungskommission ein, die klären soll, wer die Schuld am Tod der zwei Demonstranten trägt. Mehr als 40 Menschen waren bei den Ausschreitungen verletzt worden.

Nach ägyptischem und tunesischem Vorbild hatten Oppositionsgruppen über die Online-Netzwerken Twitter und Facebook zu den Protesten aufgerufen.

Die USA äusserten sich beunruhigt über die Gewalt bei den Protesten. Aussenamtssprecher P.J. Crowley rief in Washington "alle Seiten auf, sich zurückzuhalten und Gewalt zu unterlassen".

Die Regierung des Golfstaates solle, wie von ihr versprochen, die Todesfälle bei den Demonstrationen untersuchen und "gegen jeglichen ungerechtfertigten Einsatz von Gewalt seitens der Sicherheitskräfte Bahrains" vorgehen.

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SDA-ATS