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Gut eine Woche nach dem Tötungsdelikt an einer Sozialtherapeutin in Genf haben am Samstag rund 200 Personen einen Protestmarsch durchgeführt. Die schwarz gekleideten Teilnehmerinnen und Teilnehmer zogen in Lausanne zum Obergericht und zum Bundesgericht.

Der Aufruf zum "Marche noire" war über Facebook lanciert worden. Mit der Aktion sollte gegen die "für die Opfer Verantwortlichen" protestiert werden, wie die Organisatoren vermerkten.

Zu den Opfern gehören neben der Genfer Therapeutin auch die jungen Frauen, die im vergangenen Mai in Payerne VD und im März 2009 in Rieden AG ebenfalls Opfer von Tötungsdelikten geworden waren.

"Wie viele Namen von Opfern müssen der Liste noch beigefügt werden, bevor endlich wirksame Massnahmen ergriffen werden?", heisst es im Aufruf der Marschorganisatoren.

Die junge Genfer Sozialtherapeutin wird am Montag in Avusy (GE) beerdigt. Sie hatte am 12. September einen verurteilten Vergewaltiger auf einem Freigang begleitet. Tags darauf wurde ihre Leiche in einem Wald bei Genf aufgefunden. Der mutmassliche Täter wurde letzten Sonntag in Polen verhaftet.

Die Mitte Mai in Payerne getötete junge Frau fiel ebenfalls einem verurteilten Straftäter zum Opfer, er befand sich in Hausarrest. Den Mörder der jungen Freiburgerin, die 2009 im Kanton Aargau umgebracht wurde, hat das Aargauer Obergericht im Oktober 2012 zu lebenslanger Verwahrung verurteilt. Auch er ist ein Wiederholungstäter.

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SDA-ATS