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Bei den Gemeindewahlen im Kanton Genf kann das Mouvement citoyen genevois (MCG) einen grossen Sieg feiern: Insgesamt stellt es neu 73 Vertreter in den Gemeindeparlamenten. Die Protestbewegung schaffte am Sonntag zudem den Sprung ins Genfer Stadtparlament.

Die Wahlbeteiligung betrug 38,8 Prozent. Die am Sonntag veröffentlichten Resultate sind nicht definitiv, weil bis am späten Abend noch nicht alle Wahlzettel ausgewertet waren.

2007 hatte das MCG bei den Kommunalwahlen das nötige Quorum von sieben Prozent für den Einzug in die Genfer Legislative noch verpasst. Am Sonntag dagegen eroberte es nach vorläufigem Stand 11 der insgesamt 80 Sitze und setzt damit der seit 16 Jahren bestehenden linken Mehrheit im Parlament ein Ende.

Auf linker Seite gehören vor allem die Grünen zu den Verlierern: Sie haben vier Mandate verloren und verfügen noch über elf. Auch die SP hat einen Sitz abgeben müssen und kann noch 16 Vertreter stellen. Die extreme Linke legte um zwei auf zwölf Sitze zu.

Debakel für FDP und Liberale

Obwohl die Bürgerlichen nun mit 41 Sitzen über eine knappe Mehrheit im Stadtparlament verfügen, gibt es auch auf ihrer Seite Verlierer. Für die Freisinnigen und die Liberalen war die Wahl ein Debakel: Zum ersten Mal traten die beiden Parteien, die im Kanton Genf noch nicht offiziell fusioniert haben, gemeinsam an.

Waren sie bis anhin mit 19 Sitzen im Genfer Stadtparlament vertreten - 10 Liberale und 9 Freisinnige - kommen sie neu nur noch auf 15 Sitze. Die CVP kommt im Genfer Stadtparlament neu noch auf sieben Sitze - zwei weniger als bisher. Auch die SVP muss einen Sitz abgeben und hält noch acht Mandate.

Das nötige Quorum von sieben Prozent nicht geschafft haben hingegen die Grünliberalen. Ihnen bleibt damit der Einzug ins Genfer Stadtparlament verwehrt.

MCG zieht in 13 Gemeinden neu ein

Nicht nur in der Stadt Genf feiert das 2005 gegründete MCG einen Erfolg: In 13 Gemeinden gelang es der Protestpartei, in die Parlamente einzuziehen. Insgesamt war das MCG in 19 Gemeinden mit einer eigenen Liste angetreten - beflügelt durch das gute Abschneiden bei den kantonalen Wahlen 2009.

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SDA-ATS