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Ein Bestechungsprozess gegen den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi ist am Freitag unmittelbar nach der Wiederaufnahme vertagt worden. Laut italienischen Medienberichten gaben die Richter dem Anliegen Berlusconis statt, die Gerichtstermine möglichst auf den Montag zu legen.

Der italienische Regierungschef hielt sich am Freitag wegen des Libyen-Sondergipfels der EU in Brüssel auf. Die Verteidiger des 74-jährigen Medienmoguls hatten schon vor einer Woche erklärt, der Ministerpräsident wolle sich im Gerichtssaal persönlich verteidigen, sei allerdings nur montags abkömmlich.

Beim nächsten Termin am 21. März könnte Berlusconi erstmals seit langem vor Gericht erscheinen. Bei dem wieder aufgerollten Verfahren geht es um die mutmassliche Bestechung des ehemaligen Anwalts David Mills. Berlusconi soll dem Briten für Falschaussagen in den 1990er Jahren 600'000 Dollar gezahlt haben.

Der italienische Ministerpräsident wird in diesen Wochen gleich mit mehreren Prozessen konfrontiert. In der vergangenen Woche war bereits der Mediaset-Prozess wieder aufgenommen worden, in dem es um Steuervergehen beim Verkauf von Film- und TV-Rechten geht.

Am 6. April soll das spektakulärste Verfahren gegen Berlusconi beginnen: Der "Ruby"-Prozess wegen mutmasslichen Amtsmissbrauchs und Sex mit einer zur Tatzeit minderjährigen Marokkanerin.

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SDA-ATS