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Der russische Präsident Wladimir Putin in Sotschi.

Keystone/EPA AP POOL/PAVEL GOLOVKIN/POOL

(sda-ats)

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Sanktionen der USA gegen sein Land als kontraproduktiv bezeichnet, aber gleichzeitig die Hoffnung auf bessere Beziehungen geäussert. Besorgt ist Moskau besonders über die Konsequenzen auf die Wirtschaft.

"Ich hoffe, dass unsere amerikanischen Partner irgendwann erkennen, dass diese Politik keine Zukunft hat und wir wieder normal zusammenarbeiten können", sagte Putin am Mittwoch nach einem Treffen mit seinem finnischen Kollegen Sauli Niinisto in Sotschi.

Angesichts der Sanktionen ist die russische Währung zum Dollar auf einen ihrer tiefsten Stände seit zwei Jahren abgerutscht. In den kommenden zwölf Monaten werde der Rubel stärker nachgeben als bislang erwartet, und es werde Kapital aus dem Land abfliessen, sagte Wirtschaftsminister Maxim Oreschkin.

Ausserdem müsse vermutlich die Wachstumsprognose für dieses Jahr auf 1,8 Prozent von 1,9 Prozent zurückgenommen werden. Auch dürfte die Inflation wegen des schwächeren Rubels und der schwächeren Getreideernte stärker anziehen als erwartet.

Die USA hatten wegen des Anschlags auf den russischen Ex-Agenten Sergej Skripal und dessen Tochter in Südengland weitere Sanktionen gegen Russland angekündigt. Sie sollen in diesen Tagen in Kraft treten. Das Attentat mit dem Nervengift Nowitschok wird Russland angelastet, das jedwede Verwicklung bestreitet.

Das Treffen mit seinem US-Kollegen Donald Trump in der finnischen Hauptstadt Helsinki im Juli bezeichnete Putin als nützlich. Gleichzeitig betonte er die Notwendigkeit des Pipeline-Projekts Nord Stream 2, das bei Trump auf heftige Kritik stösst und Russland in seiner Rolle als wichtiger Energielieferant für Europa weiter stärkt.

Kritik an Nato

Der russische Präsident äusserte auch Kritik an der Nato. Er warf dem nordatlantischen Verteidigungsbündnis vor, eine Abstimmung über Regeln für Militärflüge zu verweigern. Zudem rücke die Allianz mit ihren Militäreinrichtungen immer näher an die russische Grenze heran. Russland sehe sich daher gezwungen, seine eigene militärische Infrastruktur zu verstärken, sagte Putin.

Die britische Luftwaffe hatte kurz zuvor erklärt, in Rumänien seien zwei ihrer Eurofighter aufgestiegen, um mutmasslich russische Kampfjets nahe dem Nato-Luftraum am Schwarzen Meer zu überprüfen. Die britischen Flugzeuge seien von einem rumänischen Stützpunkt nahe Constanta gestartet. Sie seien den beiden unbekannten Jets gefolgt, bei denen es sich wohl um zwei russische Suchoi-30 gehandelt habe.

Die britische Marine teilte unterdessen mit, eines ihrer Boote beobachte die Bewegungen eines russischen Kriegsschiffs im Ärmelkanal. Das Minenjagdboot "Hurworth" habe ein Auge auf die russische Fregatte "Admiral Makarow".

Im Mai hatte der Chef der britische Marine erklärt, dass sein Land eine deutlich verstärkte Aktivität der russischen Marine feststelle, die "fortwährend unsere Entschlossenheit austestet".

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SDA-ATS