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Der russische Präsident Wladimir Putin hat die festgenommenen Greenpeace-Aktivisten beschuldigt, mit ihrem Protest in der Arktis gegen internationales Recht verstossen zu haben: "Formell gesehen haben sie versucht, die Ölplattform zu besetzen."

Dies sagte der russische Präsident am Mittwoch bei einer Arktis-Konferenz in der sibirischen Stadt Salechard. Die Aktion habe Leben und Gesundheit vieler Menschen gefährdet. "Müssen PR-Aktionen wirklich solche gravierende Folgen haben?", sagte Putin der Agentur Interfax zufolge.

Der Staatschef betonte aber, bei den Umweltschützern handle es sich nicht um Piraten. Die russische Justiz ermittelt derzeit wegen bandenmässiger Piraterie gegen die Besatzung der "Arctic Sunrise". Darauf stehen laut Gesetz bis zu 15 Jahre Haft.

Die Aktivisten wollten nach eigenen Angaben ein Transparent an der Plattform in der Petschorasee befestigen und damit gegen geplante Ölbohrungen protestieren. Unter den Festgenommenen soll sich auch ein Schweizer befinden.

Putin forderte die Umweltorganisation auf, ihre Forderungen auf internationalen Konferenzen vorzubringen und nicht mit der "Erstürmung von Plattformen und Schiffen". Er nahm zugleich die russischen Sicherheitskräfte in Schutz. "Sie wussten nicht, wer da unter dem Deckmantel von Greenpeace versuchte, die Plattform zu erstürmen", sagte Putin.

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SDA-ATS