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Putin wirft Westen in Ukraine-Konflikt Heuchelei vor

Der russische Präsident Wladimir Putin hat im Ukraine-Konflikt dem Westen in scharfem Ton Heuchelei vorgeworfen. Moskau werde nur als Partner akzeptiert, falls es gehorsam sei.

"Wenn sich Russland das Recht nimmt, seine Interessen zu schützen, ändert sich das Verhältnis sofort", sagte Putin der Agentur Tass.

Putin veranschaulichte seine Aussagen, indem er an den ersten russischen Präsidenten Boris Jelzin erinnerte. Dieser sei vom Westen "mit Hurra aufgenommen" worden. "Kaum erhob er aber (1999) die Stimme zum Schutz Jugoslawiens, verwandelte er sich in westlichen Augen in einen Alkoholiker", meinte Putin in dem am Sonntag veröffentlichten Interview.

Der russische Aussenminister Sergej Lawrow warf den USA und der EU vor, einen Sturz der Führung in Moskau anzustreben. Die westlichen Sanktionen gegen Russland sollten die Wirtschaft zerstören und Strassenproteste provozieren.

Lawrow betonte, Moskau wolle zwar nicht auf die Zusammenarbeit mit der EU verzichten. Eine baldige Rückkehr zu besseren Beziehungen sei aber unmöglich.

Der Westen hat Sanktionen gegen Russlands Energie-, Finanz- und Rüstungssektor verhängt, um das Land im Ukraine-Konflikt zum Einlenken zu bewegen. Im Gegenzug verbot Moskau die Einfuhr von Lebensmitteln aus den USA und der EU.

Interessen verteidigen

Russland wolle sich durch die Ukraine-Krise nicht in die Isolation drängen lassen, sagte Putin. "Ein Eiserner Vorhang würde uns zum Verhängnis werden." Das Land werde aber seine Interessen verteidigen.

Dies gelte auch bei dem völkerrechtlich umstrittenen Beitritt der Halbinsel Krim zu Russland. "Weil wir stärker sind. ... Weil wir im Recht sind. Die Kraft liegt in der Wahrheit. Wenn ein Russe sich im Recht fühlt, ist er unbesiegbar", sagte der Präsident. Die Annexion der ukrainischen Krim bezeichnete er als "strategische Lösung".

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