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Rund eine Woche nach dem Erdbeben in Japan und den katastrophalen Störfällen im Atomkraftwerk Fukushima sind erste radioaktiv verstrahlte Lebensmittel aufgetaucht. Zudem wies das Trinkwasser in der Hauptstadt Tokio ungefährliche Spuren von Radioaktivität auf.

In Fukushima kämpften Techniker, Feuerwehrleute und Soldaten weiter gegen die atomare Katastrophe. Mit allen Mitteln versuchten sie, die schwer beschädigten Reaktoren des havarierten AKW zu kühlen, um Kernschmelzen zu verhindern.

Die Regierung verkündete am Samstag hoffnungsvolle Botschaften zur Lage im Atomkraftwerk und den am meisten gefährdeten Reaktoren 3 und 4. Am Reaktor 3 habe sich die Situation stabilisiert, sagte Regierungssprecher Yukio Edano. Die Kühlung von aussen durch Wasserbeschuss zeige Wirkung. In dem Reaktorbecken habe man jetzt mehr Wasser festgestellt.

Am Samstag spritzten Armee und Feuerwehr mit Spezialfahrzeugen mehr als tausend Tonnen Meerwasser auf den Reaktor 3. Er ist der einzige Block, der über so genannte Mischoxid-Brennelemente (MOX) mit hochgiftigem Plutonium verfügt.

Auch Reaktor 4 sollte von aussen mit Wasser gekühlt werden. Am vergangenen Samstag gab es die erste Explosion in Fukushima als Folge der Naturkatastrophe.

Stromkabel verlegt

Gleichzeitig versuchen Techniker, die Kühlsysteme einiger Reaktoren wieder in Gang zu setzen. Stromkabel wurden inzwischen bis zu den Reaktoren 1 und 2 verlegt. Der Reaktor 2 sollte als erster an die Stromversorgung angeschlossen werden. Ob die Pumpen und Leitungen nach den gewaltigen Explosionen an mehreren Stellen im AKW noch funktionieren, ist völlig unklar.

Verkaufsverbot für Lebensmittel aus Fukushima

Das japanische Gesundheitsministerium verbot den Verkauf von Lebensmitteln aus der Provinz Fukushima. Die Strahlenwerte für Spinat und Milch aus der Gegend würden die zulässigen Grenzwerte übersteigen. Eine akute Gesundheitsgefährdung sei aber derzeit nicht zu erwarten.

In Gunma sei die Konzentration nicht bedrohlich. Im weiter entfernten Tokio lagen die Werte noch darunter. Auch in der Präfektur Fukushima wurden im Trinkwasser Messwerte über der erlaubten Norm ermittelt.

Der Boden im Umkreis von 30 Kilometern um den Reaktor herum sei kontaminiert, sagte der Leiter des Instituts für Strahlenbiologie im Helmholtz-Zentrum München, Professor Michael Atkinson der Nachrichtenagentur dpa. "Doch die Aktivität des Radiojodids im Bodens scheint abzuklingen. Das ist ein Hinweis darauf, dass im Moment nichts aus dem Reaktor mehr austritt."

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SDA-ATS