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Im laufenden Jahr sind zwei Castortransporte von der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague in das Zwischenlager Würenlingen im Kanton Aargau geplant. Einer hat offenbar bereits stattgefunden, der zweite wird - wie alle bisherigen Transporte - geheimgehalten.

Dabei habe es sich nicht um Brennstäbe gehandelt, sondern um mittelaktive Abfälle - "verpresste metallische Strukturelemente von Brennstäben", wie Bundesrätin Doris Leuthard in der Fragestunde des Nationalrats auf Fragen der Nationalrätin Franziska Teuscher (Grüne/BE), Beat Jans (SP/BS) und Eric Nussbaumer (SP/BL) erklärte.

Diese forderten Informationen zu einem Castor-Transport durch die Schweiz im Februar, zu der gemessenen Strahlenbelastung und zur Anzahl stattgefundener und geplanter Transporte sowie zur Informationspolitik des Bundesrates.

Informiert werde gemäss internationalen Abkommen und schweizerischen Gesetzen erst nach abgeschlossenem Transport, erklärte die Umweltministerin. Sie bestätigte den Transport und kündigte für dieses Jahr einen weiteren an.

Die Behörden informierten die Öffentlichkeit jeweils nicht über geplante Transporte. "Da es sich um Transporte mit erhöhten Sicherheits- und Sicherungsanforderungen handelt, erfolgt die Geheimhaltung nicht zuletzt aus Gründen des Schutzes vor möglichen Terrorakten", sagte Leuthard.

Erst nach erfolgtem Transport veröffentliche die ZWILAG, das Zwischenlager Würenlingen AG, eine Medienmitteilung. Die Route werde jeweils vom Bundesamt für Energie bewilligt. Der Bundesrat sehe keinen Anlass, diese Geheimhaltungspraxis zu ändern.

Bisherige Transporte

Bisher hätten drei vergleichbare Transporte mit mittelaktivem Material stattgefunden, bei welchen acht Transportbehälter mit 156 Transportgebinden nach Würenlingen ins Zwischenlager gebracht worden seien. Es hätten auch sieben Transporte mit stark radioaktivem Material von La Hague nach Würenlingen stattgefunden.

Nachdem der Castortransport von Anfang März in den Medien veröffentlicht wurde, forderten Politikerinnen und Politiker der Grünen und der SP umgehend mehr Transparenz. Die Grünen forderten vom Bundesrat die Einsetzung einer Gruppe mit Vertretern von Umweltorganisationen, um Sicherheitsmassnahmen und ein Katastrophenszenario auszuarbeiten.

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SDA-ATS