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Nach einem Brand ist im Atomkraftwerk Penly in Nordwestfrankreich auch radioaktives Wasser ausgetreten. Das Wasser sei aus dem Primärkreislauf entwichen und in für solche Fälle vorgesehenen Behältern aufgefangen worden, teilte der Stromkonzern EDF am Donnerstagabend mit.

Die Kühlung des Reaktors sei nicht gestört und laufe "normal" weiter. Der Austritt des radioaktiv belasteten Wassers habe "keine Auswirkungen auf die Umwelt", betonte der Betreiber. Das AKW war zuvor nach einem Brand abgeschaltet worden.

Bereits am Nachmittag hatte der Konzern verlauten lassen, die Feuerwehr habe die zwei Brandstellen unter Kontrolle gebracht. Zunächst hatte der Betreiber lediglich von einem "Austritt von Rauch" in dem Atomkraftwerk gesprochen.

Automatisch abgeschaltet

Bei dem Vorfall wurde laut EDF um 12.20 Uhr der Feueralarm ausgelöst. Danach seien die Sicherheitssysteme angesprungen und die Anlage sei automatisch gestoppt worden.

"Um 13.15 Uhr griffen die Feuerwehrleute im Reaktorgebäude des Blocks Nummer Zwei der Atomanlage von Penly ein, um zwei Brandstellen zu löschen", hiess es in einer Erklärung des Stromkonzerns. Es habe keine Verletzten gegeben.

Nach Angaben einer Sprecherin der französischen Atomaufsichtsbehörde ASN in Paris ging die automatische Abschaltung des Atomkraftwerks auf einen Stopp einer der Pumpen im Primärkreislauf zurück. Darauf seien Mitarbeiter der EDF zusammen mit Feuerwehrleuten in das Reaktorgebäude gegangen, "um zu sehen, was los ist".

Öl fehlte bei Wasserpumpe

Dort hätten sie "kleine Ölpfützen" entdeckt, die brannten. "Es handelt sich um Pfützen, die ein paar dutzend Quadratzentimeter gross sind", fügte sie an. Das Feuer sei dann "rasch unter Kontrolle" gebracht worden.

Die Atomaufsichtsbehörde werde am Freitag vor Ort eine Inspektion vornehmen. Ein Behördenvertreter hatte zuvor mitgeteilt, dass sich der Rauch an einer Wasserpumpe, an der Öl fehlte, gebildet habe.

Das Atomkraftwerk Penly am Ärmelkanal besteht aus zwei Reaktorblöcken. Frankreich bezieht vier Fünftel seines Stroms aus Atomkraftwerken und hält auch nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima an der Atomkraft als Hauptenergiequelle fest.

Erst im September war in der südfranzösischen Atomanlage Marcoule ein Ofen in einer Verbrennungsanlage explodiert. Dabei war ein Arbeiter ums Leben gekommen, vier weitere wurden verletzt.

SDA-ATS