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Dank moderner Gentechnik und eines unerwarteten Tipps für die Polizei ist ein Kindsmord in den USA nach 22 Jahren höchstwahrscheinlich aufgeklärt worden. Im mysteriösen Fall von "Baby Hope" nahm die New Yorker Polizei einen Verwandten als Tatverdächtigen fest.

New Yorker Ermittler gaben am Samstag die Festnahme eines Verdächtigen bekannt, der den sexuellen Missbrauch und die anschliessende Erdrosselung des kleinen Mädchens gestanden habe. Örtlichen Medienberichten zufolge soll es sich um einen Cousin des Mädchens handeln, dessen Leiche 1991 in einer Kühlbox gefunden worden war.

Nach Polizeiangaben wurde der mutmassliche Täter am Freitag vor einem Restaurant in Manhattan festgenommen, in dem er arbeitet. Er habe gestanden, die Leiche des toten Mädchens nach der Tat mithilfe seiner inzwischen verstorbenen Schwester in einem Waldstück entsorgt zu haben. Der 52-Jährige muss sich nun wegen Mordes verantworten.

Durchbruch dank DNS-Vergleich

Mehr als 20 Jahre lang war die Identität des getöteten Kindes ungeklärt. New Yorks Polizeichef Ray Kelly sagte, der Durchbruch in den Ermittlungen sei nicht zuletzt mithilfe von DNS-Vergleichen gelungen, die früher technisch unmöglich waren. Ausserdem erhielt die Polizei einen Tipp, durch den die heute erwachsene Schwester des Mädchens und ihre Mutter aufgespürt werden konnten.

Der Cousin des Mädchens war zum Tatzeitpunkt 30 Jahre alt und soll laut Kelly auf sein Opfer aufmerksam geworden sein, als er es im Haus sah, in dem die weitverzweigte Familie wohnte. Der Körper des Kindes wurde am 23. Juli 1991 nahe einer Schnellstrasse gefunden. Er war in eine Plastiktüte gewickelt und dann in eine Kühlbox gelegt worden.

Die sterblichen Überreste des Opfers waren seinerzeit von Polizisten beerdigt worden, da sich kein Verwandter bei den Behörden gemeldet hatte. Der Fall hatte für grosse Aufregung in New York gesorgt. Mit dem erfolgreichen Ende der Ermittlungen sei dem Mädchen jetzt nach mehr als zwei Jahrzehnten "Gerechtigkeit widerfahren", sagte Kelly.

SDA-ATS