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Mit lauter Siegen führt Ramon Zenhäusern die Schweizer Alpinen zu Gold im Team-Event. Hinterher offenbart der Walliser: "Eigentlich habe ich mich über die Parallelrennen immer aufgeregt."

Ramon Zenhäusern, angesichts ihrer Qualitäten in Parallelrennen sollten die Trainer bei Swiss-Ski eine neue Trainingsgruppe für diese Disziplin bilden. Und Didier Plaschy müsste der Trainer sein.

"Darf ich nicht im Slalom weiterfahren? Da war ich ja auch nicht so schlecht. (lacht) Ja, der Plaschy... Das ist ein 'extremer Siech' - einer, der das Extreme sucht. Wohl deshalb hat er sich einen Narren gefressen an mir. Er wollte den Leuten das Gegenteil beweisen, ihnen zeigen, dass auch ein Zwei-Meter-Mann im Slalom erfolgreich sein kann. Das ist es, was ihn an mir gereizt hat."

Im Vergleich zum Slalom waren die Erwartungen im Team-Event hoch. Wie gingen Sie damit um?

"Es war nicht einfach. Die letzten Tage waren voller Emotionen und die Kräfte langsam am Ende. Mich neu zu konzentrieren, war eine Herausforderung. Was in den letzten Tagen war, versuchte ich auszublenden. Auch wollte ich nicht daran denken, dass nun auch noch Gold möglich ist. Die Vorstellung, nach der Silbermedaille noch eine goldene holen zu können, war ein wenig beängstigend. Entsprechend gross ist die Erleichterung, dem Druck standgehalten zu haben."

Wann zeichnete sich ab, dass Parallelrennen eine Stärke von Ihnen sind?

"Also vor dem Sieg in Stockholm Ende Januar hätte niemand gedacht, dass ich überhaupt Parallelslalom fahren kann."

Sie auch nicht?

"Ich wusste schon, dass ich schnell skifahren kann. Titel in dieser Disziplin gewann ich aber vorher noch keinen. Dass ich in Stockholm im ersten Anlauf gewinnen würde und nun auch hier Gold hole, das hätte ich nicht gedacht. Im Moment läuft es mir einfach überall gut."

Haben Sie die spezielle Technik, das sogenannte Cross-Blocking, im Sommer überhaupt einmal trainiert?

"Nein. Ich trainierte das im Januar auf der Reiteralm zum ersten Mal. Das war wahrlich ein historischer Morgen, denn eigentlich hatte ich mich zuvor immer über den Team-Event aufgeregt. Bei den City Events und Parallelslaloms im Europacup fluchte ich jeweils, weil danach Arm und Schulter danach immer blau waren."

Liessen Sie sich von André Myhrer inspirieren, der die Technik als Erster anwendete?

"Sicher, ja. Thomas Sjödin, unser Konditionstrainer, spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Er war früher Myhrers Trainer und steht nach wie vor mit diesem in Kontakt. Er war es, der mir diese Technik nahelegte, vor Stockholm trainierte ich sie mit ihm. So gesehen ist Thomas mein Team-Event-Guru. Und Myhrer hilft uns indirekt."

Wie viele Läufe brauchten Sie, bis es passte?

"Ich war überrascht, wie schnell es ging. Auf einmal nahm ich Luca fast eine halbe Sekunde pro Lauf ab. Zunächst dachte ich, es sei wegen seinem Rücken. Dann merkte ich, dass es an mir lag."

Nun plädieren Sie dafür, dass Parallelslaloms auch im Einzel öfter gefahren werden?

"Aus persönlichem Interesse bin ich natürlich dafür. Aber neutral betrachtet kann ich das nicht beurteilen. Beim Publikum scheint das Format jedenfalls anzukommen. Die Stimmung im Zielraum war besser als beim Slalom. Vielleicht ist es die Zukunft."

Welchen Wert geniesst die Team-Goldmedaille bei Ihnen?

"Mir bedeutet sie gleich viel wie die Silbermedaille vom Slalom - nicht mehr, aber gleich viel. Dass ein ganzes Team hinter dem Erfolg steckt, und dazu zähle ich nicht nur uns Athleten, macht die Medaille speziell. Als Team zu feiern ist schöner als alleine."

Ist man am Start nervöser, wenn man nicht nur für sich selber fährt?

"Es ist schon nicht einfach. Ich machte mir im Vorfeld auch Gedanken darüber. Am Vortag sagte ich zu Daniel (Yule), dass ich gerne als Erster starten würde. So fiel es mir leichter, mein Ding durchzuziehen."

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