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Real Madrid oder Barcelona? Es ist die alljährliche Frage vor dem Start der neuen Fussball-Saison in Spanien. Die Vorteile scheinen auf der Seite von Barcelona zu liegen.

Real Madrid und der FC Barcelona sind seit der Gründung der spanischen Meisterschaft Ende der 1920er Jahre die prägenden Vereine. Lange Zeit konnte Athletic Bilbao mit den beiden mithalten. Der Klub wurde zwischenzeitlich sogar als Rekordmeister geführt. Mittlerweile kämpfen die Basken in erster Linie darum, sich das Letzte zu erhalten, was sie noch mit der grossen Konkurrenz verbindet: die seit 90 Jahren bestehende Zugehörigkeit zur höchsten Spielklasse.

In diesem Jahrhundert hat die Dominanz von Real Madrid und Barcelona stetig zugenommen. Seit 2001 ging der Meistertitel nur einmal an einen anderen Klub. Atlético Madrid, der Titelträger von 2014 und Zweite der letzten Saison, ist auch in dieser Spielzeit der erste Aussenseiter. Der zehnfache Meister konnte seine wichtigsten Spieler halten: Antoine Griezmann, Diego Godin und Goalie Jan Oblak. Mit Thomas Lemar wurden 70 Millionen Euro in einen begehrten jungen Spielmacher investiert. Am wichtigsten dürfte aber sein, dass die Truppe weiterhin vom charismatischen argentinischen Coach Diego Simeone geführt wird.

Zidane weg, Ronaldo weg

Seit 2011 steht Simeone bei Atlético an der Seitenlinie und macht den Klub, in der letzten Saison Europa-League-Sieger, international fast von Jahr zu Jahr bedeutender. In der gleichen Zeitspanne wechselte Stadtrivale Real viermal den Trainer. In diesem Sommer übernahm Julen Lopetegui den Posten von Zinédine Zidane. Der 51-jährige Baske, der kurz vor der WM als spanischer Nationalcoach spektakulär entlassen worden war, tritt nicht nur in grosse Fussstapfen, sondern muss das Team auch neu formen.

Mit Cristiano Ronaldo verlor Real Madrid nach neun Jahren die Identitätsfigur und den überragenden Skorer, der in 438 Partien für die Madrider 451 Mal getroffen hatte. Die 105 Millionen Euro, die Juventus Turin für den 33-jährigen Portugiesen zahlten, wurden bislang noch nicht komplett reinvestiert. Namen von potenziellen Nachfolgern - Neymar, Robert Lewandowski oder Eden Hazard - zirkulieren zwar, der prestigeträchtigste Transfer des Champions-League-Siegers bleibt in diesem Sommer aber bislang jener von Belgiens Goalie Thibaut Courtois.

"Es ist eine spannende Aufgabe, die Mannschaft ohne Ronaldo neu zu erfinden. Sie zu einem Siegerteam zu machen. Ich habe keine Zweifel, dass diese Spieler das schaffen werden", sagte Lopetegui und deutete damit an, dass er mit der Zusammenstellung seiner Mannschaft zufrieden ist. Mit Marco Asensio steht ein junger spanischer Internationaler bereit, um zumindest nummerisch den Platz von Ronaldo zu übernehmen. An Stars mangelt es auch ohne den Portugiesen im königlichen Ensemble nicht: Das Mittelfeld könnten etwa Luka Modric, Toni Kroos, Isco und Casemiro bilden.

Barça: In die Breite investiert

Auch der FC Barcelona hat mit Andres Iniesta eine Persönlichkeit verloren, die aber zuletzt nicht mehr so einflussreich war wie Ronaldo in Madrid. Mit Coutinho wurde Iniestas Nachfolger als Spielmacher schon vor einem halben Jahr eingekauft. Im Sommer versuchten die Katalanen auf dem Transfermarkt vor allem, die Mannschaft breiter aufzustellen. Im kommenden Frühling soll es in der entscheidenden Phase der Champions League keine müden Beine geben.

Seit seinem letzten Triumph im Europacup 2015 musste Barça mitansehen, wie Real Madrid sich dreimal in Folge die wichtigste Trophäe des europäischen Klubfussballs sicherte und damit auch die eigenen Erfolge in den Schatten stellte. Obwohl Barcelona in der vergangenen Saison die Meisterschaft mit 17 Punkten Vorsprung gewann, war es nur das zweiterfolgreichste Team Spaniens. Mit mehr personeller Auswahl und dem eingekauften Kämpfer Arturo Vidal soll Trainer Ernesto Valverde nun Barcelona auch international wieder an vorderster Stelle bringen.

Eröffnet wird die Meisterschaft am Freitagabend zwischen Girona und Valladolid. Schweizer sind nach dem Abstieg und Weggang von Fabian Schär keine mehr vertreten. Mit Tomas Vaclik (Sevilla) und Raphael Dwamena (Levante) schafften aber zwei ausländische Spieler den Sprung von der Super League nach Spanien.

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SDA-ATS