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Auch nach den massiven Luftangriffen der vergangenen Woche sehen die USA den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi militärisch noch nicht am Ende. Die libyschen Aufständischen versuchten am Donnerstag vergeblich, die Küstenstadt Brega einzunehmen.

Die Streitkräfte Gaddafis seien auf 20 bis 25 Prozent ihrer bisherigen Fähigkeiten zurückgestutzt worden, sagte Generalstabschef Mike Mullen: "Das bedeutet nicht, dass er aus militärischer Sicht besiegt ist. Das ist nicht der Fall."

Ein Vorstoss der Rebellen mit mehreren Dutzend Fahrzeugen geriet in heftiges Artilleriefeuer der regimetreuen Verbände und musste abgebrochen werden, wie ein BBC-Reporter aus dem Kampfgebiet berichtete. Die Milizen der Regimegegner stünden nun unverändert etwa zehn Kilometer westlich der Stadt Adschdabija

Am Wochenende waren die Milizen bis vor Sirte, 400 Kilometer westlich von Adschdabija, vorgedrungen, nachdem die westliche Militärallianz den Gaddafi-Truppen mit Luftangriffen schwer zugesetzt hatte. Seitdem das Bündnis die Attacken in dieser Region reduziert hat, befinden sich die Rebellen auf dem Rückzug.

Sie sind schlecht ausgerüstet und verfügen nicht über ausreichend Kommunikationsmittel. Der Übergangsrat der Regimegegner in Benghasi erklärte die Bodenverluste der letzten Tage mit der angeblichen Verstärkung der Regimetruppen durch "300 bis 3600 Söldner" aus dem Tschad. Überprüfen liessen sich diese Angaben zunächst nicht.

Die Übergabe der Führung der Militäroperation zur Durchsetzung der UNO-Resolution in Libyen von den USA an die NATO verlief problemlos, wie NATO-General Charles Bouchard sagte.

Der Kanadier ist Befehlshaber des Militäreinsatzes, für den das Bündnis nach langen Diskussionen am Donnerstagmorgen die Verantwortung übernommen hat. Die USA wollen sich nach eigenen Angaben schrittweise aus der Operation zurückziehen.

Aussenminister setzt sich ab

Mit der Flucht des libyschen Aussenministers Mussa Kussa nach London hat Gaddafi am Mittwoch einen seiner engsten Vertrauten verloren. Er "muss sich jetzt fragen, wer ihn als nächstes verlässt", sagte der britische Aussenminister William Hague.

Zugleich erklärte er, dass Kussa weder vor der internationalen noch vor der britischen Justiz Immunität beanspruchen könne. Kussas mögliche Verwicklung in Straftaten müsse geprüft werden. Der bisherige Aussenminister und langjährige Geheimdienstchef galt als einer der engsten Vertrauten Gaddafis.

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SDA-ATS