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Bern - Der Falsche Rebenmehltau hat sich in diesem Weinbaujahr in einem Gebiet ausgebreitet, das er üblicherweise verschont: Das föhnverwöhnte St. Galler Rheintal und die sonnige Bündner Herrschaft.
"Dieses Jahr gab es eine starke Trennung zwischen der West- und der Ostschweiz", erklärte Rebbauspezialist Werner Siegfried von der Forschungsanstalt Agroscope in Wädenswil gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.
"In der Westschweiz wurden Reben kaum von der Pilzkrankheit befallen. Der Grund dafür waren die Witterungsbedingungen." Es habe in diesem Jahr östlich von Zürich markant mehr geregnet. Ausserdem war es immer wieder warm und der Falsche Mehltau liebt Feuchtigkeit und Wärme. Diese Bedingungen hat er ausnahmsweise auch in der Bündner Herrschaft und im St. Galler Rheintal vorgefunden.
"Normalerweise trocknet der Föhn die Reben in diesen Gebieten schnell ab", sagte Siegfried. Doch die Witterung sei nur ein Teil der Erklärung für den aussergewöhnlichen und starken Pilzbefall in der Region.
Siegfried geht davon aus, dass die Pilzpopulation in der Bündner Herrschaft und im St. Galler Rheintal dieses Jahr besonders aggressiv ist und sich virulent und schnell ausgebreitet hat. Diese These werde derzeit untersucht.
Schäden von extrem bis begrenztMarkus Hardegger, St. Galler Rebbaukommissär am Landwirtschaftlichen Zentrum in Salez, hat noch nie einen derart aggressiven Pilz beobachtet. Dennoch sei der Schaden im Kanton sehr begrenzt.
Im Kanton Graubünden sei der Schaden bei einzelnen Selbstkelterbetrieben "beträchtlich", sagte Hans Peter Ruffner, Präsident des Branchenverbands Graubünden Wein, auf Anfrage. Der Ernteausfall betrage da bis zu 80 Prozent.
Eine Handvoll weiterer Traubenproduzenten sei "stark betroffen, aber der Hauptharst scheint mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein".

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SDA-ATS