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Der frühere Fallschirmjäger Jair Bolsonaro wettert gegen Schwule und Schwarze.

KEYSTONE/EPA EFE/FERNANDO BIZERRA JR.

(sda-ats)

Erstmals hat sich der rechtsextreme Ex-Militär Jair Bolsonaro vor der Präsidentschaftswahl in Brasilien an die Spitze der Umfragen gesetzt. 22 Prozent der Wähler wollten für den früheren Fallschirmjäger stimmen.

Dieses Ergebnis veröffentlichte das Meinungsforschungsinstituts Ibope am Donnerstag. Die Präsidentschaftswahl findet am 7. Oktober statt, eine Stichwahl am 28. Oktober.

Bislang hatte mit knapp 40 Prozent stets der frühere Präsident Luiz Inácio Lula da Silva die Umfragen angeführt. Zuletzt hatte das Oberste Wahlgericht Lulas Kandidatur allerdings untersagt. Wegen Korruption verbüsst der frühere Staatschef (2003-2010) eine zwölfjährige Haftstrafe.

Lula darf weiterhin nicht bei der Präsidentenwahl antreten. Am Donnerstag wies Richter Luiz Edson Fachin vom Obersten Gericht, der die umfangreichen Ermittlungen im Korruptionsskandal "Lava Jato" (Autowäsche) leitet, den Widerspruch Lulas gegen ein Kandidatur-Verbot zurück.

Bolsonaro hetzt gegen Homosexuelle und Schwarze und verherrlicht die Militärdiktatur (1964-1985). Der "Trump Brasiliens" mischt zwar auch schon lange im Politikbetrieb mit, präsentiert sich aber als Anti-System-Kandidat.

In der Umfrage folgen ihm Marina Silva und Ciro Gomes mit jeweils zwölf Prozent und Geraldo Alckmin mit neun Prozent. Lulas Nachfolger als Kandidat der linken Arbeiterpartei, Fernando Haddad, kommt gerade einmal auf sechs Prozent. In einer wahrscheinlichen Stichwahl würde Bolsonaro allerdings gegen alle Bewerber verlieren - ausser gegen Haddad.

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SDA-ATS