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Referendum gegen Liechtensteiner Partnerschaftsgesetz ergriffen

Das Liechtensteiner Parlament hat sich Mitte März einstimmig dafür ausgesprochen, Homosexuellen die Möglichkeit zu geben, ihre Partnerschaften eintragen zu lassen. Das neue Partnerschaftsgesetz schien auf bestem Wege, doch nun ist offenbar ein Referendum zu Stande gekommen.

Die Interessengemeinschaft Vox Populi hat nach Angaben auf ihrer Internet-Seite mehr als die notwendigen 1000 Unterschriften gesammelt und sie am Donnerstag der Regierungskanzlei überreicht. Wenn genügend Unterschriften gültig sind, muss Liechtenstein innert drei Monaten eine Volksabstimmung durchführen.

Vox Populi wurde vom Liechtensteiner Johannes Schraner nach dem einstimmigen Landtagsbeschluss gegründet, einzig mit dem Zweck, das Partnerschaftsgesetz zu bekämpfen. Wer sonst noch hinter der Gruppierung steht, ist nicht bekannt. Auf der Homepage von Vox Populi ist die Rede von "Liechtensteiner Bürgerinnen und Bürgern unterschiedlichen Alters und Couleur."

Gegner und Befürworter des Gesetzes lieferten sich noch Ende letzten Jahres in den Leserbriefseiten der Tageszeitungen einen heftigen Schlagabtausch. Das Erzbistum Vaduz sprach sich in der Vernehmlassung dezidiert gegen das neue Gesetz aus. Generalvikar Markus Walser schrieb, die Heilige Schrift bezeichne homosexuelle Handlungen als "schlimme Abirrung".

Erzbischof Wolfgang Haas brachte seinen Standpunkt schon früher deutlich zum Ausdruck. "Praktizierte Homosexualität ist objektiv eine schwere Sünde, deren rechtliche Anerkennung geradezu einen Skandal darstellen würde", sagte der katholische Oberhirte in einem Zeitungsinterview.

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