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Die britische Regierung will nach dem mutmasslichen Terrorangriff auf einen Soldaten schärfer gegen islamische Extremisten vorgehen. Radikale Prediger und Internetseiten mit extremistischem Inhalt sollen künftig stärker überwacht werden.

In einer neu eingerichteten Task Force gegen Extremismus sollen neben hohen Regierungsvertretern auch Geheimdienste und Polizei zusammenarbeiten, sagte ein Sprecher der Downing Street am Sonntag. Die Gruppe solle vor allem praktische Massnahmen ausarbeiten und auf den Weg bringen, hiess es.

Innenministerin Theresa May sagte, dass in Grossbritannien tausende Menschen lebten, die potenziell radikalisiert werden könnten. Sie seien unterschiedlich weit auf dem Weg hin zum gewaltsamem Extremismus, und es müsse genauer geprüft werden, ob es im Umgang mit ihnen neue Regelungen und Gesetze brauche, sagte sie in einem Interview mit dem Sender BBC am Sonntag.

Brutal ermordet

Derzeit arbeiteten rund 500 Polizisten und Sicherheitsbeamte an der Aufklärung der Attacke, bei der ein 25 Jahre alter Soldat brutal getötet worden war. Der junge Familienvater war am Mittwoch unter anderem mit einem Fleischerbeil auf offener Strasse zu Tode gehackt worden.

Als Hauptverdächtige gelten zwei 22 und 28 Jahre alte Männer, die blutüberströmt und mit Waffen in der Hand am Tatort angetroffen wurden. Sie waren von der Polizei angeschossen worden und liegen im Spital.

Einer von ihnen war gefilmt worden, als er islamistische Parolen ausrief. Bei den Männern soll es sich um britische Staatsbürger mit Verbindungen nach Nigeria handeln.

Drei weitere Festnahmen

Am Samstagabend wurden drei Männer im Alter von 21, 24 und 28 Jahren festgenommen. Sie werden der Beihilfe zum Mord verdächtigt.

Am Freitagabend war bereits ein 31 Jahre alter Freund eines der Hauptverdächtigen nach einem Fernsehinterview festgenommen worden. Er hatte unter anderem behauptet, der britische Inlandsgeheimdienst MI5 habe seinen Freund rekrutieren wollen. Dieser habe aber abgelehnt.

Zwei Frauen und ein Mann, die am vergangenen Donnerstag festgenommen worden waren, sind wieder frei. Die Frauen waren bereits am Freitag freigelassen worden und müssen nicht mit weiteren Schritten rechnen. Der 29 Jahre alte Mann kam am Sonntag auf Kaution auf freien Fuss.

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SDA-ATS