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Nach gewaltsamen Ausschreitungen bei einer Demonstration gegen die albanische Regierung vor einer Woche haben erneut mehrere tausend Menschen demonstriert. Sie forderten den Rücktritt von Ministerpräsident Sali Berisha und Neuwahlen.

Die Teilnehmer des Marsches am Freitag durch Tirana hatten Blumen und Kerzen bei sich und erinnerten an die drei Demonstranten, die vor einer Woche bei Zusammenstössen mit der Polizei erschossen worden waren. Ein grosses Aufgebot an Polizisten bewachte ein zentrales Regierungsgebäude im Zentrum der Hauptstadt.

Rama ruft zu Zurückhaltung auf

Die Demonstration begann friedlich. Die Polizei teilte jedoch mit, sie betrachte die Veranstaltung als Gefahr für die öffentliche Sicherheit und könne die Sicherheit der Teilnehmer nicht garantieren. Die Sozialisten, die wichtigste Oppositionspartei in Albanien, hatten die Demonstration nicht absagen wollen.

"Solange die Gründe der Demonstrationen vom 21. Januar noch existieren, werden die Proteste fortgesetzt", sagte der sozialistische Abgeordnete Saimir Tahiri der Nachrichtenagentur AP.

Die Opposition und besonders der ehemalige Bürgermeister von Tirana, Edi Rama, fordern den Rücktritt der Regierung wegen Korruptionsvorwürfen und verlangen Neuwahlen. Das Fernsehen hatte am Vormittag wiederholt eine Botschaft Ramas gesendet, in der er seine Anhänger zu Zurückhaltung aufrief.

Bei den Zusammenstössen in der Hauptstadt Tirana waren vor einer Woche drei Menschen getötet und mehr als 150 Demonstranten und Polizisten verletzt worden. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas, Gummigeschosse und Wasserwerfer ein.

Seit Wochen Spannungen

Zuvor hatte es bereits während Wochen Spannungen wegen des umstrittenen Ausgangs der Parlamentswahlen im Dezember gegeben. Weiter angeheizt wurde die Lage durch den Rücktritt des stellvertretenden Ministerpräsidenten Ilir Meta im Zuge eines Korruptionsskandals.

Berisha und seine konservative Regierung lehnen den Rücktritt ab. Sie werfen der Opposition einen versuchten Staatsstreich vor. Die EU und die USA haben Regierung und Opposition zur Zurückhaltung aufgerufen.

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SDA-ATS