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Die kolumbianische Polizei präsentiert den Medien in der Hauptstadt Bogotá beschlagnahmte Kokain-Päckchen. (Archivbild vom Juli 2015)

KEYSTONE/AP/FERNANDO VERGARA

(sda-ats)

Drogenfahnder in Kolumbien haben dieses Jahr die Rekordmenge von rund 300 Tonnen Kokain sichergestellt. Das Rauschgift hätte auf dem Schwarzmarkt neun Milliarden Dollar eingebracht, sagte Verteidigungsminister Luis Carlos Villegas am Freitagabend (Ortszeit) in Bogotá.

Nie zuvor in der Geschichte des südamerikanischen Landes sei so viel Kokain in nur einem Jahr beschlagnahmt worden. Der jüngste Erfolg gegen die Drogenkartelle gelang der Marine Kolumbiens im Süden des Landes nahe der Grenze zu Ecuador: Vor der Küste des Departamento Nariño fand sie ein kleines U-Boot mit fast einer Tonne Kokain an Bord.

Kolumbien ist der weltweit grösste Kokainproduzent, gefolgt von Peru und Bolivien. Auch die Guerillagruppen verdienen am Kokainhandel kräftig mit und finanzieren so ihren Kampf gegen das Militär.

Mit der grössten Guerillaorganisation FARC hat die Regierung nach rund 50 Jahren Bürgerkrieg im September einen Friedensvertrag unterzeichnet. Dieser wurde aber in einer Volksabstimmung im Oktober knapp abgelehnt und muss nachverhandelt werden.

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SDA-ATS