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Santiago de Compostela - Der Jakobsweg nach Santiago de Compostela hat im abgelaufenen Heiligen Jahr einen Rekordansturm erlebt. Wie die Erzdiözese der nordwestspanischen Stadt am Samstag mitteilte, wurden 2010 rund 270'000 Pilger gezählt, so viele wie nie zuvor in der jüngeren Geschichte.
Unter den Ausländern standen die Deutschen mit rund 14'500 Wallfahrern an der Spitze, gefolgt von Italienern und Franzosen. Insgesamt zählte die Hauptstadt Galiciens im vergangenen Jahr etwa 9,2 Millionen Besucher.
In Santiago de Compostela befindet sich der Legende nach das Grab des Apostels Jakob (spanisch: Santiago). Wenn sein Namenstag am 25. Juli - wie 2010 - auf einen Sonntag fällt, feiern die Christen ein Heiliges Jahr (Xacobeo). Das nächste findet erst 2021 statt.
Nach kirchlicher Tradition erhalten alle Katholiken, die im Jakobsjahr zum Grab des Apostels in der Kathedrale pilgern und die Beichte ablegen, einen vollständigen Sündenablass. 2010 hatte auch Papst Benedikt XVI. Santiago de Compostela besucht.
Der Jakobsweg beginnt an der spanisch-französischen Grenze und ist rund 800 Kilometer lang. Um die "Compostela" genannte Urkunde zu erhalten, die die Wallfahrt bescheinigt, reicht es aber, die letzten 100 Kilometer zu Fuss oder zu Pferd beziehungsweise die letzten 200 Kilometer per Fahrrad zurückzulegen.
Als Beleg dient der Pilgerausweis, der entlang der Strecke in Herbergen und Kirchen abgestempelt wird.

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SDA-ATS