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Der Online-Modehändler Net-a-Porter des Genfer Luxusgüterkonzerns Richemont fusioniert mit dem italienischen Konkurrenten Yoox.

Dies gab Richemont am Dienstag bekannt, nachdem der Konzern bereits am Montag entsprechende Gespräche mit Yoox bestätigt hatte.

Das fusionierte Unternehmen werde Yoox Net-A-Porter Group heissen, teilte Richemont mit. Der Luxusgüterkonzern werde einen 50-Prozent-Anteil daran halten, sein Stimmrecht werde aber auf 25 Prozent beschränkt.

Richemont werde zwei Vertreter im mindestens zwölfköpfigen Verwaltungsrat der neuen Gruppe stellen, hiess es weiter. Präsidiert wird das Gremium von Natalie Massenet, der Gründerin der britischen Net-a-Porter Group. Federico Marchetti, Gründer und Chef von Yoox, wird die operative Leitung übernehmen.

Richemont kann mit der Beteiligung für das im April beginnende Geschäftsjahr 2015/16 einen beträchtlichen Bewertungsgewinn von 317 Mio. Euro verbuchen.

Die Aktionäre sowie die zuständigen Wettbewerbsbehörden müssten dem Zusammengehen noch zustimmen, hiess es weiter. Die Fusion solle im September vollzogen werden. Das neue Unternehmen wird an der Mailänder Börse kotiert sein.

Luxusgüterkonzern muss sich wehren

"Die Fusion der Marktleader Yoox und Net-a-Porter bietet den Kunden eine unabhängige, neutrale Plattform für Luxusgüter", wird Richemont-Verwaltungsratspräsident Johann Rupert in einer Mitteilung vom Dienstag zitiert. Die Transaktion erfolge auch wegen der steigenden Konkurrenz gerade vonseiten der Technologiekonzerne.

Mit der Fusion würden zwei komplementäre Geschäfte zu einer Firma zusammengeführt, die in den wichtigsten geographischen Märkten und in allen Kundensegmenten präsent sei, ergänzte Yoox in einem eigenen Communiqué.

Es entstehe der "weltweit führende" Online-Verkäufer von Luxuskleidern mit einem Umsatz von 1,3 Mrd. Euro. Der Schulterschluss soll ab dem dritten vollen Geschäftsjahr ein Synergiepotenzial von jährlich rund 60 Mio. Euro einspielen.

Kapitalerhöhung geplant

Beide Unternehmen sind in den vergangenen Jahren im zweistelligen Prozentbereich stark gewachsen. Zur Finanzierung des weiteren Wachstums und als Eintrittsmöglichkeit für strategische Investoren plant die Yoox Net-A-Porter Group eine Kapitalerhöhung von bis zu 200 Mio. Euro. Daran dürfte auch Richemont teilnehmen.

Richemont hatte Net-a-Porter im Jahr 2010 vollständig übernommen nachdem der Konzern zuvor eine Minderheitsbeteiligung gehalten hatte. Bislang erwirtschaftete die Tochter keinen Gewinn, hätte das aber spätestens im kommenden Geschäftsjahr tun müssen. Net-a-Porter galt damit als ein Sorgenkind Richemonts.

Die Aktien von Richemont reagierten mit einem sinkenden Kurs. Die Fusion war schon länger als Gerücht am Markt herumgeboten worden und damit bereits eingepreist. Analysten begrüssten den Schritt. Ein Verkauf hätte kurzfristig orientierten Anlegern aber mehr eingebracht.

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SDA-ATS