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Nach vier Tagen ist Stefan Küng nicht mehr Leader der Tour de Suisse. In der 5. Etappe von Gstaad nach Leukerbad verliert er das gelbe Leadertrikot an seinen australischen Teamkollegen Richie Porte.

Küng kämpfte mit letzter Kraft um seine Spitzenposition in der Schweizer Rundfahrt. Es reichte gegen die besten Bergfahrer dennoch nicht: Sechs Kilometer vor dem Ziel musste der 24-Jährige in der Schlusssteigung abreissen lassen. Bis nach Leukerbad verlor der Ostschweizer, der die Tour de Suisse seit der 1. Etappe angeführt hatte, 3:23 Minuten auf die besten Fahrer des Tages.

Den Etappensieg sicherte sich der Italiener Diego Ulissi. Der Profi vom Team UAE Emirates setzte sich im Zielsprint der Spitzengruppe vor dem Spanier Enric Mas und dem Niederländer Tom-Jelte Slagter durch. Für Ulissi, der in seiner Karriere bereits sechs Etappen des Giro d'Italia gewonnen hatte, war es der erste Erfolg an der Tour de Suisse und der erste Saisonsieg.

Im Gesamtklassement führt Richie Porte 20 Sekunden vor den zeitgleichen Niederländern Wilco Keldermann und Sam Oomen. Küng fiel auf Platz 31 zurück und wird fortan als Helfer für Porte - der Australier gilt als einer der Favoriten auf den Gesamtsieg - in die Pedale treten. Im abschliessenden Einzelzeitfahren am Sonntag in Bellinzona wird Küng noch einmal die Chance auf ein Spitzenergebnis erhalten.

Von den Schweizern zeigte bisher nicht nur Küng eine starke Tour de Suisse, sondern zum Beispiel auch Silvan Dillier. Der Aargauer, der sich bereits in der 2. und 4. Etappe an der Spitze gezeigt hatte, ging am fünften Tag erneut in die Offensive und gehörte der Fluchtgruppe des Tages an. Erneut blieb die Attacke des Schweizer Meisters aber erfolglos.

Im Gegensatz zu Küng und Dillier vermochte Mathias Frank im Finale mit den besten Profis mitzuhalten. Der Luzerner versuchte auf dem letzten Kilometer gar, die Favoriten mit einem Angriff zu düpieren. Die Aktion gelang zwar nicht, als 15. der Etappe und 16. im Gesamtklassement ist Frank mit einem Rückstand von 1:07 auf Porte aber nun der bestklassierte Schweizer.

Der Zentralschweizer dürfte von den einheimischen Profis auch am Donnerstag in der 186 Kilometer langen Königsetappe über Furka- und Klausenpass nach Gommiswald im Fokus stehen.

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SDA-ATS