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Bern - Der Kampf gegen Ableger der kalabrischen Mafia 'Ndrangheta in der Schweiz wird konkreter: Untersuchungsrichter Jacques Ducry spricht in einem Bericht von Geldwäscherei sowie Waffen- und Drogenhandel mit Verbindungen nach Zürich, ins Tessin sowie nach Mailand.
Kriminelle hätten in Zürich zwei Finanzinstitute in den Konkurs geführt und damit das Geld der Kunden angeeignet, schreibt Ducry in seinem Bericht, den er Mitte Juni ans Bundesgericht abgegeben hatte. Dabei geht es um mehrere Dutzend Millionen Franken, wie Ducry gegenüber der Westschweizer Zeitung "Le Temps" vom Mittwoch sagte.
"Unsere Vermutung ist, dass diese Leute der 'Ndrangheta angehören. Hinter den Strohmännern stehen zwei bis drei Personen aus Kalabrien", sagte der Untersuchungsrichter. Mehrere Schweizer seien zudem in den Waffenhandel verstrickt.
Die Schweiz diene der Mafia einerseits als Ort, wo Firmen zur Geldwäsche gegründet würden. Andererseits hielten sich aber auch Kriminelle in der Schweiz auf, sagte Ducry. "Was mich am meisten beunruhigt, ist die Langsamkeit der Untersuchungen", fügte er an. In diesem Fall habe das Bundesgericht die Voruntersuchung bereits 2002 eröffnet.
Die Ermittler konzentrierten sich zu fest auf einzelne Personen. Wichtiger sei, sass die Ermittlungsarbeit der Kantone mit jenen der ausländischen Behörden koordiniert würden, forderte Ducry.

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SDA-ATS