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Der Verband der italienischen Richter (ANM) hat sich demonstrativ hinter seine Mailänder Kollegen gestellt, die in der Prostitutionsaffäre um Regierungschef Silvio Berlusconi ermitteln. "Die Richter werden weiter ihre Arbeit machen, ohne sich einschüchtern zu lassen", erklärte der ANM am Samstag.

Verbandschef Luca Palamara kritisierte die "beispiellosen Angriffe" auf die Mailänder Justiz. "Beleidigungen (...), Schmähkampagnen, Androhung von Strafen" gegen Richter verstiessen gegen das Recht, erklärte er.

Demos für die Richter

Tausende Menschen gingen am Samstag in Mailand und Undine auf die Strasse, um ihre Unterstützung für Richter und Staatsanwaltschaft in Mailand zu bekunden, wie Medien berichteten.

Berlusconi gab sich trotz des Skandals "gelassen und entschlossen". Noch am Vorabend hatte er der Opposition vorgeworfen, ihn mit Hilfe der "roten Hilfe der politisierten Richter" entmachten zu wollen und zu Demonstrationen gegen die Justiz aufgerufen.

"Ruby" bringt Premier in Bedrängnis

Berlusconi wird verdächtigt, das minderjährige marokkanische Callgirl "Ruby" für Sex bezahlt zu haben. Zudem soll er im vergangenen Mai sein Amt missbraucht haben, um "Rubys" Freilassung zu erwirken, als diese wegen Diebstahlverdachts in Polizeigewahrsam war.

Die Mailänder Staatsanwaltschaft gab zudem an, Beweise zu haben, dass Berlusconi Wohnungen unterhielt, in denen er Prostituierte kostenlos unterbrachte. Die Prostituierten habe er zu Festen in seine Villa Arcore nahe Mailand bestellt. Berlusconi weist die Vorwürfe zurück.

Berlusconi-Partei weiter stark

Trotz der neuen Ermittlungen gegen Berlusconi bliebe seine Partei gemäss einer aktuellen Umfrage bei Wahlen stärkste Kraft in Italien. Sollte es zu vorgezogenen Parlamentswahlen kommen, würde die Mitte-Rechts-Partei um Berlusconi, Popolo della Libertà (PdL/Volk der Freiheit), wieder gewinnen.

Dies geht aus einer vom Meinungsforschungsinstitut Crespi veröffentlichten Umfrage hervor. Demnach erhielte die PdL 27 Prozent der Stimmen. Die oppositionelle Demokratische Partei (PD) käme mit 23 Prozent auf Platz Zwei.

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SDA-ATS