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Die letzten beiden Olympiatage sind traditionell Viererbob-Tage - und damit in der Vergangenheit oft Schweizer Jubeltage. Rico Peter soll diese Tradition wieder aufleben lassen.

Dem Schweizer Bobsport droht ein noch grösseres Debakel als 2010, als es erstmals nach 1964 keine Medaille im Eiskanal gab. In Vancouver gab es immerhin einen 4. Platz im Zweier. Davon waren die Schweizer in Pyeongchang aber weit entfernt. Ein letzter Trumpf bleibt: Rico Peter und sein Viererteam sollen es am Samstag und Sonntag richten.

Beim Verband Swiss-Sliding hat man alles auf dieses eine Rennen ausgerichtet. In den anderen Wettkämpfen gab man Diplomplätze als Ziel aus, im Vierer aber soll es die so wichtige Medaille sein. Gründe zur Hoffnung gibt es durchaus. Der 34-jährige Aargauer Rico Peter belegte in den Saisons von 2014 bis 2017 die Plätze 6, 3 und 2 im Viererbob-Gesamtweltcup. Auch bei der Olympia-Hauptprobe vor einem Jahr wurde der gelernte Landschaftsgärtner Zweiter. Der damalige Sieger Alexander Kasjanow fehlt wegen des russischen Dopingskandals.

Um diese grösste Chance auf Edelmetall bestmöglich zu wahren, wurde bereits Anfang Jahr beschlossen, die drei besten Anschieber auf dem Schlitten von Peter zu vereinen. Deshalb wechselt Michael Kuonen vom Bracher-Bob zu Peter und ist dort hinter dem von einem Schlüsselbeinbruch gerade noch rechtzeitig genesenen Thomas Amrhein und Simon Friedli die Nummer 4.

Dennoch gehört Peter nicht zu den ersten Medaillenanwärtern. Seine Saison verlief äusserst harzig. Erstmals seit vier Jahren blieb er im Weltcup ohne Podestplatz, mit dem Vierer resultierten nur gerade drei Top-Ten-Plätze. Auch das Olympia-Rennen im Zweier Anfang Woche verlief mit Rang 11 nicht optimal.

Peters Schreckmoment

Nach einer schlechten Fahrt im ersten Durchgang steigerte sich Peter aber in den folgenden drei Läufen deutlich. Er zeigte damit nicht zuletzt sich selber, dass er die Bahn immer noch im Griff hat, auch wenn sie sich ziemlich anders präsentiert als noch vor einem Jahr. "Ich bin schon erschrocken, als ich in der ersten Testfahrt bereits in Kurve 2 feststellen musste, dass die gleiche Linie wie letztes Jahr nicht mehr geht", erzählte der Aargauer.

Mittlerweile hat sich der Schock gelegt, und die Zuversicht ist zurückgekehrt. Im Gegensatz zu seinem Olympiadebüt vor vier Jahren in Sotschi, als er mit Platz 10 im Zweier durchaus den Erwartungen entsprechend abschnitt, fühlt er sich auch nicht mehr übermässig nervös. Dass er durchaus ein Mann für die grossen Anlässe ist, bewies er vor zwei Jahren mit der WM-Bronzemedaille. Auch die ersten zwei, allerdings wenig aussagekräftigen, Trainings verliefen vielversprechend.

"Das Ziel bleibt eine Medaille", betonten Peter und Bahntrainer Wolfgang Stampfer am Mittwoch unisono. Es ist ein sehr hohes Ziel. Für Peter gilt deshalb die einfache Devise: "Gring abe u seckle!" Vor allem am Start braucht es eine deutliche Steigerung gegenüber dem Zweier. Bei drei Anschiebern sollten die athletischen Defizite Peters weniger ins Gewicht fallen. Auch deshalb sind die Chancen mit dem grossen Schlitten höher einzustufen. In der Bahn gehört der Aargauer auf jeden Fall zu den Besten, und beim Material sieht er sich auch gut aufgestellt.

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SDA-ATS