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Der Winterthurer Rieter-Konzern wird aufgeteilt. Während das Textilmaschinengeschäft unter dem traditionsreichen Namen Rieter weitergeführt wird, soll schon Mitte Mai aus der in den 80er Jahren erworbenen Autozulieferer-Sparte das neue börsenkotierte Unternehmen Autoneum entstehen.

Die Aufteilung werde keinen Stellenabbau verursachen, teilte der Rieter-Konzern am Dienstag mit. Die Generalversammlung vom 13. April muss den Schritt genehmigen. Die Grossaktionäre und Rieter-Verwaltungsräte Peter Spuhler und Michael Pieper sind dafür.

Alle Aktionäre erhalten durch die Aufteilung eine Sonderdividende. Spuhler und Pieper gewähren der neuen Autoneum ihrerseits ein Darlehen von 12,5 Mio. Franken. Das Unternehmen wird wie bisher als Teil des Rieter-Konzerns Lärm- und Hitzeschutztechnologien für Autos entwickeln und herstellen.

Erwartungen 2010 übertroffen

Derweil ist der Konzern Rieter im vergangenen Jahr in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Das Unternehmen hat 41,6 Mio. Fr. verdient und übertrifft damit die Erwartungen der Experten. Von der Finanznachrichtenagentur AWP befragte Experten hatten im Schnitt ein Ergebnis von gut 26 Mio. Fr. vorausgesagt. Eine Dividende für 2010 schüttet Rieter aber nicht aus.

Damit sind die schweren Folgen der Wirtschaftskrise für das Traditionshaus überstanden. Rieter war schon 2008 von der Krise erfasst worden und schrieb in jenem Jahr 397 Mio. Fr. Verlust. Trotz des Abbaus Tausender Stellen wartete der Konzern auch 2009 noch mit einem Minus von 218 Mio. Fr. auf.

Umsatzsprung

Das Betriebsergebnis für 2010 beträgt 98 Mio. Franken, nach einem Verlust von 186,6 Mio. Fr. im Vorjahr. Die bessere Konsumentenstimmung in Europa und Nordamerika, aber vor allem auch die boomenden asiatischen Märkte haben Rieter vorangezogen. Erwartunggemäss spürte der Konzern aber den starken Franken.

Zahlen, welche seine Erholung belegen, hat das Unternehmen schon im Februar bekannt gegeben: So kletterte der Auftragseingang um fast zwei Drittel auf 3,17 Mrd. Franken. Der Umsatz stieg um knapp ein Drittel auf 2,59 Mrd. Franken.

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SDA-ATS