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Mit Martin Rios und Jenny Perret dürfen sich die ersten Schweizer Medaillengewinner im House of Switzerland feiern lassen - an vorderster Front stehen die Eishockeyanerinnen.

Im bisherigen Verlauf der Winterspiele wuchs zwischen den "Eishockey-Hühnern", wie Rios das Schweizer Frauenteam augenzwinkernd bezeichnete, und dem Curling-Duo eine Art Fan-Beziehung heran. Sie unterstützten sich bei den Spielen jeweils gegenseitig. Die Sympathien kamen auch bei der Ehrung zum Ausdruck: Ein Teil der Equipe, die am frühen Nachmittag Ortszeit durch den Sieg gegen Schweden die Vorrunde verlustpunktlos abgeschlossen hatte, stand Rios und Perret laut jubelnd und singend Spalier.

Weil sich Raeto Raffainer, der Chef der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaften, mit Curling-Delegationsleiter Andreas Schwaller das Zimmer teilt und eine interessante Information erhielt, musste er kurzfristig ein Geschenk organisieren. Rios bestritt im Olympia-Final gegen Kanada sein 100. Länderspiel für die Schweiz und erhielt dafür von Raffainer und Schwaller ein Eishockey-Trikot mit der entsprechenden Rückennummer überreicht.

Gut 24 Stunden nach der deutlichen Niederlage gegen Kanada war der Frust über die verpasste Goldmedaille noch immer zu spüren. "Ich brauche noch eine Nacht oder zwei, um das alles zu verarbeiten", sagte Perret, die als Ersatzspielerin des Schweizer Frauenteams in Südkorea bleiben wird. Sie hat die Chancen, bei optimalem Turnierverlauf bei einer zweiten Medaillenfeier dabei zu sein. "Es war ein unvergessliches Gefühl", so die Seeländerin.

Rios betrachtet die silberne Auszeichnung als "Symbol für die Erlebnisse in den letzten drei Jahre". Der Glarner wünscht sich eine Schubwirkung für den Rest der Schweizer Delegation. "Ich hoffe, dass wir damit etwas ins Rollen bringen. Sorgen, dass keine weiteren Medaillen dazukommen, mache ich mir nicht."

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SDA-ATS