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Der Basler Pharmakonzern Roche hat 2010 seine Ziele erreicht. Zwar ging der Umsatz um 3 Prozent auf 47,5 Mrd. Fr. zurück, dagegen stieg der Konzerngewinn um 4 Prozent auf 8,9 Mrd. Franken. Der Konzern sieht sich dank seiner Pipeline mittelfristig gut gerüstet.

Trotz des leichten Umsatzrückgangs sprach CEO Severin Schwan am Mittwoch vor den Medien von einem "sehr soliden Ergebnis" in einem schwierigen Umfeld. In Lokalwährungen seien die Verkäufe stabil geblieben, und ohne das Grippe-Mittel Tamiflu sei konzernweit gar ein Plus von 5 Prozent erzielt worden.

Die Division Pharma verzeichnete mit einem Umsatz von 37,1 Mrd. Fr. ohne Tamiflu ebenfalls ein Wachstum von 5 Prozent. Der weltweite Pharmamarkt legte nach Roche-Angaben nur um 1 Prozent zu. Die Diagnostika-Division erzielte einen Umsatz von gut 10 Mrd. Franken. Das Plus von 8 Prozent in Lokalwährungen liegt ebenfalls über dem auf 5 Prozent bezifferten Wachstum des Weltmarkts.

2,3 Milliarden weniger bei Tamiflu

Bei Tamiflu kam es 2010 zum erwarteten Einbruch. Der Umsatz des im Vorjahr von zahlreichen Regierungen zur Pandemievorsorge gekauften Grippemittels brach um 2,3 Mrd. Fr. auf 873 Mio. Fr. ein. Für 2011 geht Schwan von noch 200 bis 300 Mio. Fr. aus.

Obwohl Tamiflu an Bedeutung verlor, verfügte Roche 2010 über zehn sogenannte Blockbuster mit einem Umsatz von mehr als einer Milliarde. Für den Spitzenreiter Avastin, der letztes Jahr fast 6,5 Mrd. Fr. einbrachte, reduzierte Roche das Umsatzpotenzial von 9 auf 7 Mrd. Franken, weil die US-Behörden dem Medikament die Zulassung für Brustkrebs entzogen haben.

Avastin bleibt jedoch laut Schwan ein "phantastisches Produkt", zumal als neue Indikation Eierstockkrebs hinzukommen soll und das teure Krebsmedikament auch in den Schwellenländern wie China oder Brasilien immer gefragter werde. In diesen wachsenden Märkten erzielt Roche inzwischen einen Viertel seines Pharmaumsatzes.

Aufgegeben hat Roche die Hoffnung, dass dereinst auch das Diabetesmittel Taspoglutid zum Blockbuster wird. Die Entwicklung dieses Medikaments wird eingestellt und die Lizenz an die französische Ispen zurückgegeben. Zu diesem Schritt kam es, weil in einer spätklinischen Phase viele Probanden mit Übelkeit auf das Mittel reagierten.

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SDA-ATS