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Basel - Wegen der gekürzten Gesundheitsbudgets vor allem in den USA und in Europa sowie Rückschlägen bei der Zulassung von Medikamenten greift der Basler Pharma- und Diagnostikkonzern Roche zum Rotstift. Wieviele Stellen er streicht, gibt er bis Ende Jahr bekannt.
Die Kostenträger im Gesundheitswesen investierten ihre knapper werdenden Ressourcen vermehrt in Therapien und Diagnosemethoden mit dem grössten medizinischen Nutzen, begründet Roche am Freitagmorgen das Sparprogramm. Der Kostendruck habe zur Folge, dass der Konzern die Prozesse zur Anpassung der Kostenstruktur und zur Produktivitätsverbesserung beschleunigen müsse.
Die Initiative "Operational Excellence" sei indessen nicht nur eine Kostensenkungsmassnahme, teilte Roche weiter mit. Es gehe auch darum, die richtigen Prioritäten zu setzen.
Alle Unternehmenseinheiten von Roche überprüfen nun in den kommenden Monaten ihre Strukturen und Prozesse. Die aus dieser Analyse folgenden Massnahmen sollen 2011 und 2012 umgesetzt werden. Wie das konkret aussieht und welche Auswirkungen es auf den Stellenbestand hat, will Roche vor Ende des laufenden Jahres bekannt geben.
Fokussierung auf InnovationWie das Communiqué Konzernchef Severin Schwan zitiert, startet Roche die Initiative aus einer Position der Stärke. Anders als bei vielen Konkurrenten liefen bei Roche nur wenige Patente ab. Zudem verfüge das Unternehmen trotz Rückschlägen in den vergangenen Monaten über eine starke Pipeline in Forschung und Entwicklung.
Die Ressourcen würden auf Investitionen in Innovationen fokussiert, die dem langfristigen Erfolg dienen. Den Ausblick für das Gesamtjahr 2010 bestätigte Schwan.
Roche musste jüngst einige Rückschläge bei der Zulassung von Medikamenten hinnehmen, was sich auf den Börsenkurs der Firma durchschlug.
Roche hatte im ersten Halbjahr 2010 kräftig zugelegt. Die Basler steigerten den Umsatz um 3 Prozent auf auf 24,6 Mrd. Franken. Ihr Konzerngewinn legte gegenüber dem Vorjahressemester um satte 37 Prozent auf 5,6 Mrd. Fr. zu.

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SDA-ATS