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Der in Baar ansässige Rohwarenhändler Glencore will offenbar den US-Konkurrenten Bunge kaufen. (Archivbild)

KEYSTONE/SIGI TISCHLER

(sda-ats)

Der Rohstoffhändler Glencore erwägt die Übernahme des Rivalen Bunge. Glencores Landwirtschafts-Sparte sei an das US-Unternehmen informell "wegen einer möglichen einvernehmlichen Zusammenlegung der Geschäfte" herangetreten, teilte der Konzern am Dienstagabend mit.

Ob es zu einer Einigung komme, sei aber noch offen. Bunge erklärte, es liefen keine Gespräche mit Glencore über einen Zusammenschluss.

Das Unternehmen sei "entschlossen, seine weltweite Strategie bei Agrar-Lebensmitteln fortzusetzen und Gelegenheiten zu nutzen, Wachstum und Wertschöpfung zu stärken", hiess es weiter.

Zuvor hatte das "Wall Street Journal" berichtet, Glencore habe Bunge wegen einer Übernahme angesprochen. Die Bunge-Aktien legten am Dienstag fast 17 Prozent zu; das Unternehmen ist nun mit 11,4 Milliarden Dollar bewertet.

Insidern zufolge lag in der Vergangenheit der Schwerpunkt der Gespräche zwischen beiden Unternehmen auf einer Kooperation in Nordamerika und nicht auf einer Fusion. Eine mit dem Vorgang vertraute Person sagte, Glencore habe früher zwar Interesse angemeldet, Bunge habe dies aber abgelehnt.

Ganzer Industriezweig unter Druck

Das Interesse von Glencore an Bunge schürt Spekulationen über Fusionen in der Branche der Rohstoffhändler, nachdem es zuletzt eine Reihe von Zusammenschlüssen in der Saatgut- und Agrarchemiebranche gegeben hatte. Die Getreidehändler sind seit ein paar Jahren unter Druck. Ein weltweites Überangebot und geringe Handelsmargen schmälern ihre Gewinne. Den Firmen wie Bunge, Archer Daniels Midland, Cargill oder Louis Dreyfus macht zudem Konkurrenz aus China und Japan zu schaffen.

Bunge-Chef Soren Schroder sagte zuletzt, der Sektor sei reif für eine Konsolidierung, und Bunge sei bereit, bei einem Geschäft an erster Stelle zu stehen. Er liess aber offen, ob Bunge ein anderes Unternehmen kaufen wolle oder selbst übernommen werden könnte.

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SDA-ATS