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Ein ehemaliger Temporärangestellter der Uhrenfabrik Rolex ist am Dienstag von einem Gericht in Genf wegen des Diebstahls von 16 Kilo Gold zu 30 Monaten Gefängnis verurteilt worden, davon 21 Monate auf Bewährung.

Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Antrag der Verteidigung. Die Anklagevertretung hatte 30 Monate Gefängnis, davon 15 Monate bedingt, verlangt.

Der Diebstahl ereignete sich im Mai letzten Jahres. Der 24-jährige Franzose arbeitete in der Giesserei der Firma und musste von den Goldbarren Proben entnehmen, um die Qualität zu kontrollieren. Der Angeklagte hatte diese Tätigkeit schon 2008 ausgeführt, ehe er wegen der Wirtschaftskrise entlassen wurde.

Kurz nachdem er wieder eingestellt war, begann er mit den Diebstählen. Er habe jeweils ein Stück Gold in seine Tasche gesteckt und sei dann am Abend unbehelligt aus der Firma nach Hause gegangen. Diesen Vorgang wiederholte er in den folgenden Tagen. Das Gold versteckte er im Motorraum seines Autos.

Im Betrieb herrschte wegen der Diebstähle bald grosse Aufregung. Der Franzose spürte, dass er in Verdacht stand und meldete sich krank. Wenig später wurde er in Zürich verhaftet, als er mit seiner Freundin nach Rom fliegen wollte. Er trug rund 34'000 Euro bei sich.

Das gestohlene Gold im Wert von rund 500'000 Franken konnte bisher noch nicht gefunden worden. Der Angeklagte versicherte dem Gericht, dass er es einem Hehler verkauft habe. Den Namen dieses Mannes wolle er aus Angst vor Repressalien nicht bekannt geben. Der Hehler habe ihm nur 40'000 statt der vereinbarten 100'000 Euro gegeben.

Da der Verurteilte bereits zehn Monate in Haft sass, konnte er den Gerichtssaal am Dienstag als freier Mann verlassen.

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SDA-ATS